Unterallgäu präsentiert Haushaltsbericht 2024: Schuldenabbau und neue Investitionen stehen an
Laura ThanelUnterallgäu präsentiert Haushaltsbericht 2024: Schuldenabbau und neue Investitionen stehen an
Landkreis Unterallgäu legt Haushaltsbericht 2024 vor: Erfolge und anstehende Herausforderungen
Der Landkreis Unterallgäu hat seinen Finanzbericht für 2024 veröffentlicht, der sowohl Errungenschaften als auch künftige Aufgaben aufzeigt. Zwar konnte der Kreis seine Kernschulden im vergangenen Jahr kurzfristig abbauen, für 2025 sind jedoch neue Kreditaufnahmen geplant. Gleichzeitig verzeichneten die Seniorenheime des Landkreises Gewinne, doch Personalmangel und verzögerte Sanierungen bleiben zentrale Problemfelder.
Die Haushaltslage 2024 war geprägt von einer vorübergehenden Schuldenfreiheit: Zum 31. Dezember belief sich die Kernverschuldung jedoch auf 3,3 Millionen Euro. Dennoch billigte der Kreistagsausschuss einstimmig die Jahresrechnung 2024 und empfahl dem Kreistag die vollständige Entlastung.
Im Pflegebereich schnitten die drei kreiseigenen Seniorenheime mit einem Überschuss von rund 454.000 Euro positiv ab. Dennoch hält der Fachkräftemangel – insbesondere bei ausgebildeten Pflegekräften und Auszubildenden – an. Ein Ausbildungsprogramm mit vietnamesischen Bewerbern brachte zwar Entlastung, doch die Personallücken bestehen fort. Auch die geplanten Sanierungsarbeiten im Seniorenheim St. Martin in Türkheim mussten verschoben werden, da umfangreiche Investitionen anstehen. Im Bildungsbereich finanzierte der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren ein großes Schulsanierungsprogramm vollständig. Der Verwaltungshaushalt 2024 umfasste 199 Millionen Euro, zusätzlich wurden 27 Millionen Euro für Investitionsvorhaben bereitgestellt. Für 2025 sollen neue Verkehrs- und Infrastrukturprojekte unter der Federführung der Stadtverwaltung bzw. der zuständigen kommunalen Ämter umgesetzt werden.
Mit Blick auf das kommende Jahr steht der Landkreis vor notwendigen Neuverschuldungen für die anstehenden 2025er-Projekte. Während die Seniorenheime weiterhin wirtschaftliche Erfolge mit betrieblichen Herausforderungen vereinen müssen, schreiten Schulmodernisierungen und Verkehrsplanungen voran. Die endgültige Entlastung für den Haushalt 2024 wird der Kreistag in den nächsten Wochen beschließen.






