Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Christoph Koch IITodesdrohung gegen 12-Jährigen Schiedsrichter? Verband ermittelt - Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Bayerischer Fußball-Verband (BFV) ermittelt nach Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) untersucht eine erschütternde Todesdrohung gegen einen erst 12-jährigen Schiedsrichter. Der Vorfall ereignete sich während eines Spiels der U14 in Altenerding, wo der junge Unparteiische von einem Spieler der SG FC Fraunberg angeblich verbal beleidigt und bedroht worden sein soll.
Die Drohung soll gefallen sein, als der Schiedsrichter nach dem Spiel in Tränen das Spielfeld verließ. Augenzeugen berichten, der Spieler habe gesagt: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags bloß nicht – nach der Schule bist du tot." Der BFV hat den Spieler vorläufig gesperrt und sammelt derzeit Aussagen aller Beteiligten.
Die Schiedsrichtervereinigung hat sich inzwischen hinter den jungen Unparteiischen gestellt. Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, wies auf eine besorgniserregende Zunahme von Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern im Jugendfußball hin. In der vergangenen Saison wurden bei rund 200.000 Spielen in Bayern 80 Vorfälle gemeldet.
Der BFV vertritt in solchen Fällen eine strikte Null-Toleranz-Politik. Die SG FC Fraunberg hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.
Die Ermittlungen laufen noch; der BFV wertet Beweise und Zeugenaussagen aus. Der gesperrte Spieler bleibt bis auf Weiteres von Wettkämpfen ausgeschlossen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Problematik von Übergriffen im Jugendfußball und führt zu Forderungen nach schärferen Kontrollen der Verhaltensregeln.






