06 May 2026, 14:51

TikTok-Challenge: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren in Deutschland

Eine Gruppe von Menschen, die in die Luft springen, mit dem Text "Ich habe die Staatsbürgerschaftsherausforderung angenommen" und Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

TikTok-Challenge: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren in Deutschland

TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland – Jugendliche stürmen Zentren der Sekte

Ein TikTok-Trend mit dem Namen Scientology-Speedrun hat Deutschland erreicht: Jugendliche dringen im Rahmen einer Online-Challenge in Scientology-Zentren ein. Das jüngste Ziel in Berlin war die Kirche in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg, wo Teilnehmer versuchten, so weit wie möglich ins Innere vorzudringen, bevor sie gestoppt wurden.

Bei der Challenge werden Scientology-Gebäude wie Level in einem Videospiel behandelt – die Stockwerke gelten als Stufen, Sicherheitskräfte als Hindernisse. Die Teilnehmer filmen sich selbst, wie sie an Mitarbeitern vorbeistürmen und versuchen, in tiefer gelegene Bereiche vorzudringen, bevor sie hinausbegleitet werden. In Deutschland zählen solche Eindringversuche als Hausfriedensbruch und können mit Geldstrafen oder bis zu einem Jahr Haft bestraft werden.

Die Berliner Bloggerin @larahertha organisierte einen solchen Speedrun im Charlottenburg-Zentrum. Die Polizei griff ein, verhaftet wurde jedoch niemand. Der Trend folgt ähnlichen Vorfällen in den USA, wo einige Scientology-Niederlassungen bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft haben.

Scientology, das in Deutschland etwa 3.600 Mitglieder zählt, gibt an, sein Ziel sei die Verbreitung seiner Lehren, um durch eigens entwickelte Methoden einen „Clear“ – einen vollkommenen Menschen – zu erschaffen. Als nächstes Ziel der Challenge wurde nun der Deutsche Bundestag genannt.

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Der TikTok-Trend hat bereits zu Polizeieinsätzen und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an betroffenen Standorten geführt. Da nun auch der Bundestag als mögliches Ziel genannt wird, könnten die Behörden vor weiteren Herausforderungen stehen, um unerlaubte Zutrittsversuche zu verhindern. Für diejenigen, die bei solchen Aktionen erwischt werden, gelten weiterhin die Gesetze zum Hausfriedensbruch.

Quelle