Tierheim „Alte Mühle“ droht nach 30 Jahren die Schließung – wegen Hochwassergefahr
Christina JunitzTierheim „Alte Mühle“ droht nach 30 Jahren die Schließung – wegen Hochwassergefahr
Tierheim Alte Mühle in Bruck an der Leitha steht vor der Schließung nach 30 Jahren
Das Tierheim Alte Mühle in Bruck an der Leitha muss bis Juli schließen – nach drei Jahrzehnten, in denen Regina Peter verstoßene und misshandelte Tiere aufnahm. Doch nun wurde das Gelände als Überschwemmungsgebiet eingestuft, und das Schicksal der 25 Ponys, Miniaturpferde, Schweine und Hunde ist ungewiss.
Was einst als private Rettungsaktion begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem Zuhause für Dutzende Tiere und zugleich zu einem Ort für pädagogische und sozialtherapeutische Programme, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen offenstanden.
Doch seit 2013 gilt das Gelände offiziell als Hochwassergefährdetes Gebiet – eine Einstufung, die die Zukunft des Tierheims bedroht. Die Behörden haben den Abriss aller Stallgebäude angeordnet, wenn auch eine vorläufige Frist die Umsetzung bis Juli hinauszögert. Regina Peters Tochter, Julia Rogg, hat sich zur Nebenerwerbsbäuerin ausbilden lassen, um den Fortbestand des Tierheims zu sichern. Versuche, die Ställe auf eine angrenzende Wiese zu verlegen, scheiterten jedoch: Sowohl das Agraramt Ebersberg als auch die Gemeinde Bruck an der Leitha verweigerten die Baugenehmigung. Daraufhin starteten Unterstützer eine Petition, die bereits 3.500 Unterschriften sammelte, um die Behörden zum Umdenken zu bewegen.
Eine Schließung würde nicht nur die Tiere obdachlos machen, sondern auch das Ende der Therapieangebote bedeuten. Angesichts der drohenden Abrissfrist zeigt die starke öffentliche Unterstützung mit 3.500 Unterschriften, wie sehr die Einrichtung in der Region verankert ist. Nun liegt die endgültige Entscheidung bei den lokalen Behörden – zwischen Hochwasserschutz und dem Erhalt eines seit langem geschätzten Gemeinschaftsorts.






