Tesla-Aktie: Studie enthüllt Spekulationsblase statt echter Erfolgsgeschichte
Christina JunitzTesla-Aktie: Studie enthüllt Spekulationsblase statt echter Erfolgsgeschichte
Eine neue Studie hat die Börsenperformance von Tesla seit dem Börsengang im Jahr 2010 untersucht. Die von der Universität Bayreuth und der Vrije Universiteit Brüssel durchgeführte Forschung zeigt die Diskrepanz zwischen dem Aktienkurs des Unternehmens und seinen tatsächlichen geschäftlichen Erfolgen auf.
Die Studie wurde am 27. Januar 2025 im Fachjournal Finance and Society veröffentlicht. Sie legt nahe, dass Spekulationen – und nicht die wirtschaftliche Leistung – einen Großteil des Aktienkurswachstums von Tesla vorangetrieben haben. Faktoren wie Narrative in sozialen Medien, das Engagement von Privatanlegern und die Aufnahme in Indexfonds spielten dabei eine bedeutende Rolle. Auch hohe Handelsvolumina bei Tesla-bezogenen Finanzderivaten befeuerten die Dynamik.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Aktienkurs von Tesla nicht immer mit den operativen Fortschritten des Unternehmens in den Bereichen Innovation, Produktion oder Marktexpansion übereinstimmt. Nach 2019 stabilisierte der Aktienboom die Finanzlage des Unternehmens und trug zur Vermögensbildung von Elon Musk bei. Professor Stefan Ouma, Mitautor der Studie und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftgeographie an der Universität Bayreuth, leitete einen Teil der Forschung.
Die Studie ist unter der DOI https://doi.org/10.1017/fas.2024.23 abrufbar. Für weitere Informationen steht die Pressestelle der Universität Bayreuth unter [email protected] zur Verfügung. Auch Anja-Maria Meister, die Pressesprecherin der Universität, beantwortet Anfragen gerne.
