SuedLink und SuedOstLink: Wie zwei Stromtrassen die Energiewende beschleunigen
Christina JunitzSuedLink und SuedOstLink: Wie zwei Stromtrassen die Energiewende beschleunigen
Deutschlands Energiewende macht Fortschritte: Zwei große Stromtrassen befinden sich im Bau
Die Stromleitungsprojekte SuedLink und SuedOstLink sollen ab 2027 Windenergie aus dem Norden in die südlichen Regionen transportieren. Nach über einem Jahrzehnt Planung haben die Bauarbeiten offiziell in Bayern begonnen – doch nicht ohne Widerstand von Landwirten und Anwohnern.
Das SuedLink-Projekt, eine 700 Kilometer lange Erdkabeltrasse, startete im August mit den Bauarbeiten in Bayern. Rund 130 Kilometer der Strecke verlaufen durch das Bundesland. Das Vorhaben stößt auf Proteste, insbesondere von Landwirten, die um Schäden an ihren Ackerflächen fürchten.
Um die Beeinträchtigungen zu minimieren, setzen die Bauunternehmen auf eine Kabelpflug-Methode statt auf Bagger. Diese Technik ist schneller und schadet den Feldern weniger. Ein Test in der Nähe von Landshut bestätigte die Präzision des Verfahrens, wobei der Erfolg jedoch von den Bodenverhältnissen abhängt. Ein weiterer Vorteil: Die Flächen können unmittelbar nach der Verlegung der Kabel wieder genutzt werden.
Unterdessen hat die Bundesnetzagentur den letzten Abschnitt des SuedOstLink genehmigt. Die 543 Kilometer lange Gleichstromtrasse wird ebenfalls Ökostrom in den Süden transportieren. Beide Projekte liegen nun im Zeitplan und sollen bis 2027 fertiggestellt werden.
Die beiden Stromtrassen sollen das deutsche Netz für erneuerbare Energien stärken. Trotz lokaler Widerstände schreitet der Bau von SuedLink in Bayern voran, während SuedOstLink die letzte regulatorische Hürde genommen hat. Werden die Leitungen wie geplant fertiggestellt, tragen sie bis Ende des Jahrzehnts maßgeblich zur Verteilung von Windstrom im ganzen Land bei.






