10 June 2026, 06:33

Stuttgart 21: Wie aus 4,5 Milliarden 11,3 Milliarden und zehn Jahre Verzögerung wurden

Stuttgart 21: Grünen-Politiker Gastel kritisiert Konzept scharf und spricht von einem großen Fehler

Stuttgart 21: Wie aus 4,5 Milliarden 11,3 Milliarden und zehn Jahre Verzögerung wurden

Stuttgart 21: Millardenprojekt zwischen Kostenexplosion und jahrelangen Verzögerungen

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht wegen seiner explodierenden Kosten und immer neuen Verzögerungen massiv in der Kritik. Ursprünglich mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, soll der unterirdische Bahnhof nun 11,3 Milliarden Euro kosten und erst 2031 in Betrieb gehen – ganze zehn Jahre später als geplant. Der Bahn-Experte der Grünen, Matthias Gastel, bezeichnete das Vorhaben als einen „kolossalen Fehler“.

Die jüngste Kostenschätzung des Projekts liegt damit deutlich über den ursprünglichen 4,5 Milliarden Euro. Die Deutsche Bahn geht mittlerweile von Gesamtkosten in Höhe von 11,3 Milliarden Euro aus – ein Vielfaches der ersten Prognosen. Parallel zu den steigenden Ausgaben hat sich auch der Fertigstellungstermin von 2021 auf 2031 verschoben.

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Gastel kritisierte das Design des neuen Bahnhofs als unzureichend: Es fehle an Kapazität und betrieblicher Flexibilität. Ein großer Verkehrsknotenpunkt müsse vor allem Funktionalität und langfristige Anpassungsfähigkeit bieten, betonte er. Ohne weitere Infrastrukturmaßnahmen werde das System künftigen Anforderungen kaum gewachsen sein.

Trotz aller Rückschläge soll Stuttgart dennoch der erste vollständig digitalisierte Bahnhof Deutschlands werden. Doch Kritiker halten dagegen, dass technische Aufrüstungen allein die grundlegenden Schwächen des Projekts nicht ausgleichen können.

Die Diskussionen um Stuttgart 21 reißen nicht ab: Während die Fertigstellung nun für 2031 avisiert ist, bleibt umstritten, ob der Bahnhof den Verkehrsbedürfnissen der Stadt in den kommenden Jahrzehnten wirklich gerecht wird. Befürworter und Gegner sind sich uneins über den praktischen Nutzen des Milliardengrabens.

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