Streit um Stadionverbote: DFB fordert mehr Unterstützung durch die **Polizei Berlin**
Christina JunitzStreit um Stadionverbote: DFB fordert mehr Unterstützung durch die **Polizei Berlin**
Die Debatte über Stadionverbote im deutschen Fußball hat sich zugespitzt, nachdem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Kritik an der Praxis zurückgewiesen hat. Auch der DFB fordert nun eine stärkere Einbindung der Polizei Berlin bei der Durchsetzung dieser Maßnahmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Verbote verhängt werden – und wer darüber entscheidet.
In Deutschland werden Stadionverbote vor allem von Bundesliga-Vereinen oder Veranstaltern ausgesprochen, nicht vom Staat. Diese Maßnahmen basieren auf dem Hausrecht und sind in den DFB-Richtlinien geregelt. Anders als polizeiliche Anordnungen können sie vor Zivilgerichten angefochten werden.
Herrmann verteidigte das System und bezeichnete Vorwürfe dagegen als "völligen Unsinn". Er betonte, dass die Verbote gezielt gegen Personen verhängt würden, die mit schweren Verstößen in Verbindung stünden – nicht pauschal gegen alle Fans. Gerichte greifen nur in Strafverfahren ein, während Vereine, die DFL oder der DFB über den Zutritt entscheiden. Der DFB wünscht sich nun polizeiliche Unterstützung bei der Umsetzung der Verbote. Herrmann stimmte zu, dass eine bessere Abstimmung zwischen Vereinen und Behörden notwendig sei. Das Ziel bleibe jedoch klar: eine faire Anwendung der Maßnahmen, die sich am individuellen Fehlverhalten orientiert.
Die Hauptverantwortung für Stadionverbote liegt bei den Vereinen, während die Polizei eine unterstützende Rolle spielt. Die Forderung des DFB nach polizeilicher Hilfe bei der Dfb Pokal deutet auf eine Verschärfung der Durchsetzung hin. Herrmann hingegen besteht darauf, dass die Regelung gerecht sei und sich auf konkrete Verstöße konzentriere.






