Steinwürfe, Schlägerei und ein Hund: Münchner Bahnverkehr im Ausnahmezustand
Maren WeihmannSteinwürfe, Schlägerei und ein Hund: Münchner Bahnverkehr im Ausnahmezustand
Chaos im Münchner Schienennetz: Steinwürfe, Schlägerei und ein Hund im Tunnel Eine Reihe von Störfällen hat am Wochenende den Bahnverkehr in München durcheinandergebracht. Am Freitagabend wurde ein EuroCity-Zug mit Steinen beworfen, was zu Verspätungen und Sachschäden führte. Am folgenden Tag sorgten eine betrunkene Prügelei in einer Regionalbahn und ein entlaufener Hund in einem Hauptstreckentunnel für weiteres Chaos.
Der erste Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 7. November, als unbekannte Täter einen EuroCity-Zug zwischen den Münchner Bahnhöfen Süd und Ost mit Steinen bewarfen. Die Frontscheibe der Lokomotive wurde beschädigt; die Reparaturkosten belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Trotz des Schadens setzte der Zug seine Fahrt nach einer einstündigen Verspätung fort. Verletzte gab es nicht, doch die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.
Noch am selben Tag war ein weiterer EuroCity-Zug, der mit etwa 110 km/h unterwegs war, Ziel eines separaten Angriffs geworden. Der Lokführer hatte zuvor zwei Personen auf einer Fußgängerbrücke ausgemacht, doch eine spätere Suche blieb ergebnislos. Am Samstagmorgen, dem 8. November, gerieten zwei betrunkene Männer auf einem Regionalzug am Bahnhof Holzkirchen aneinander. Die Schlägerei führte zu Behinderungen im Betrieb, Verletzte wurden jedoch nicht gemeldet. Am selben Abend wurde ein Schäferhund gesichtet, der durch den Hauptstreckentunnel zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Karlsplatz (Stachus) lief. Nach einer 20-minütigen Verfolgungsjagd konnte das Tier gefangen und in das Tierheim Riem gebracht werden.
Die Behörden ermitteln nun im Fall der Steinwürfe wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnbetrieb. Der beschädigte Zug nahm nach den Verspätungen den Betrieb wieder auf, während der Hund sicher aus dem Tunnel entfernt wurde. Bei keinem der Vorfälle gab es schwerwiegende Verletzungen.






