23 May 2026, 04:30

Solarstrom-Betreiber verlieren bis zu 40 Prozent Ertrag durch neues Gesetz

Sonnen erachtet intelligente Steuerung als entscheidend für die Rentabilität von privaten Photovoltaik-Speicher-Kombinationen

Solarstrom-Betreiber verlieren bis zu 40 Prozent Ertrag durch neues Gesetz

Deutsche Solarstromerzeuger kämpfen mit wachsenden finanziellen Herausforderungen durch häufige negative Strompreise. Ein neues Gesetz, das Solarspitzen-Gesetz, hat die Einspeisevergütung in diesen Phasen gestrichen – und damit die Einnahmen von Haushalten mit Photovoltaik(PV)-Anlagen beschnitten. Ohne intelligente Lösungen drohen Betreibern Verluste von über 40 Prozent ihrer jährlichen Erträge.

Das Solarspitzen-Gesetz blockiert nun die Vergütung für eingespeisten Solarstrom, sobald die Großhandelspreise ins Minus rutschen. 2023 war dies rund 460 Stunden der Fall – bei einer typischen 10-Kilowatt-Anlage ohne Smart Meter sank die Einspeisevergütung dadurch um 25 Prozent. Für 2024 wird mit noch längeren Negativpreis-Phasen gerechnet: Allein im ersten Halbjahr gab es bereits fast 390 Stunden, bis Dezember könnte sich die Zahl verdoppeln.

Haushalte mit Smart Metern können einen Teil der Verluste ausgleichen, indem sie Überschussstrom für das Laden von Elektroautos nutzen oder sich virtuellen Kraftwerken anschließen. Zudem werden die ausgefallenen Vergütungsstunden am Ende der 20-jährigen EEG-Förderperiode nachgeholt – allerdings nur, wenn ein Smart Meter installiert ist. Der Energiespeicher-Hersteller Sonnen warnt, dass Anleger künftig auf intelligente Technologien setzen müssen, um ihre Gewinne zu sichern.

Branchenverbände wie der ZVEH fordern klarere Regeln für die Abregelung von PV-Anlagen nach dem neuen Gesetz. Fehlen alternative Strategien – etwa die Speicherung von Strom während Negativpreis-Phasen oder der Verkauf auf dem Intraday-Markt –, drohen vielen Betreibern längere Amortisationszeiten und geringere Renditen.

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Die Änderungen zwingen Besitzer von Solaranlagen zum schnellen Handeln, um hohe finanzielle Einbußen zu vermeiden. Intelligente Steuerungen, Speicherlösungen und die Teilnahme an Strommärkten könnten die Folgen negativer Preise abfedern. Ohne solche Maßnahmen bleibt die Wirtschaftlichkeit neuer PV-Anlagen jedoch gefährdet.

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