06 January 2026, 19:28

Söder unterstützt Maduro-Festnahme – Merz bleibt zurückhaltend bei US-Operation

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Söder unterstützt Maduro-Festnahme – Merz bleibt zurückhaltend bei US-Operation

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die von den USA geführte Operation unterstützt, bei der Venezuelas Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde. Der CSU-Vorsitzende lobte zudem Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit den Beziehungen zu den USA unter Donald Trump. Söders Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer hitzigen Debatte in Deutschland über die Rechtmäßigkeit und die Folgen des Einsatzes.

Söder begrüßte die Festnahme Maduros und bezeichnete sie als notwendigen Schritt nach Jahren der wirtschaftlichen und politischen Krise in Venezuela. Er wies die von ihm als "beinahe hysterisch" beschriebene Kritik in Deutschland an der Rolle des US-Militärs zurück und argumentierte, Europas Einfluss auf globale Angelegenheiten bleibe begrenzt.

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Bundeskanzler Merz erkannte zwar Maduros Verantwortung für den Zusammenbruch Venezuelas an, vermied jedoch eine direkte Kritik an der US-Operation. Er bezeichnete die rechtliche Bewertung als "komplex" und betonte die Notwendigkeit einer weiteren Prüfung bei gleichzeitiger Einhaltung des Völkerrechts. Merz sprach sich nicht ausdrücklich für den Einsatz aus, verwies aber auf die destabilisierende Wirkung Maduros in der Region.

Söder lenkte die Aufmerksamkeit hingegen von der juristischen Debatte weg. Stattdessen forderte er die Politik auf, praktische Lehren aus der Situation zu ziehen. Seine Aussagen spiegeln die tiefere Spaltung in Deutschland wider, wie auf die Handlungen der USA und die anhaltende Krise in Venezuela reagiert werden soll.

Die Festnahme Maduros hat die Diskussion über Deutschlands Haltung zu internationalen Interventionen neu entfacht. Während Söder die Operation unterstützt, mahnen andere – darunter Kanzler Merz – zur Vorsicht. Unterdessen hält die Debatte über die rechtlichen und strategischen Konsequenzen in politischen Kreisen Deutschlands an.