Söder bleibt CSU-Chef – doch sein Rückhalt schwindet dramatisch
Maren WeihmannSöder bleibt CSU-Chef mit bisher schlechtestem Ergebnis - Söder bleibt CSU-Chef – doch sein Rückhalt schwindet dramatisch
Söder bleibt CSU-Vorsitzender – mit schlechtestem Ergebnis bisher
Markus Söder bleibt CSU-Chef, doch seine Unterstützung bröckelt deutlich. Auf dem Parteitag erhielt er nur noch 83,6 Prozent der Stimmen – das schwächste Ergebnis seiner Karriere. Das Votum spiegelt wachsende Unzufriedenheit in der Partei vor den anstehenden Kommunalwahlen wider.
Markus Söder hat sich zum fünften Mal als Vorsitzender der CSU durchgesetzt, doch sein Rückhalt ist spürbar geschwunden. Bei der Abstimmung auf dem Parteitag in München stimmten 531 von 635 gültigen Stimmen für ihn – das entspricht 83,6 Prozent. Ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu seinem Triumph 2023, als er noch 96,6 Prozent erreichte. Selbst sein bisheriger Tiefstwert von 2019 lag fast vier Prozentpunkte höher.
In seiner Rede auf dem Parteitag gab sich Söder ernst und kämpferisch, vor allem gegen die rechtspopulistische AfD gerichtet. Doch die Stimmung unter den Delegierten war gedämpft: Über 100 stimmten gegen ihn. Seine sonst so lebendige „Bierzelt“-Rhetorik vermissten manche Mitglieder.
Das Ergebnis bestätigt Söder zwar im Amt, offenbart aber auch die wachsende innere Unruhe. Vor den anstehenden Kommunalwahlen steht die Partei vor der Herausforderung, die Geschlossenheit zu wahren. Sein geschwächtes Mandat deutet auf einen Wandel in der politischen Landschaft der CSU hin.






