Söder bleibt CSU-Chef – doch die Zustimmung schwindet dramatisch
Maren WeihmannSöder bleibt CSU-Chef – doch die Zustimmung schwindet dramatisch
CSU-Parteitag: Söder bleibt Chef – doch die Partei überrascht sich selbst mit einer Ohrfeife
Teaser: Auf dem CSU-Parteitag wird Markus Söder als Vorsitzender wiedergewählt. Ein logisches Ergebnis – und zugleich ein Weckruf. Ein Kommentar.
Veröffentlichungsdatum: 12. Dezember 2025, 13:20 Uhr MEZ
Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik
Artikel: Markus Söder hat sich eine weitere Amtszeit als CSU-Vorsitzender gesichert, doch seine Rückendeckung bröckelt. Auf dem jüngsten Parteitag wurde er mit 83,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 96,6 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis deutet auf wachsende Unzufriedenheit mit seiner Führungslinie hin.
Die Abstimmung legte tiefere Gräben in der Partei offen. Zwar findet Söders haushälterische Sparsamkeit, die an das Erbe Edmund Stoibers erinnert, bei jüngeren Mitgliedern noch Anklang, doch die Frustration wächst. Kritiker werfen ihm vor, sich zu sehr auf die Bundespolitik zu konzentrieren und die bayerischen Landesthemen aus den Augen zu verlieren.
Söders Wiederwahl bestätigt zwar seine Position, unterstreicht aber auch die internen Herausforderungen. Der deutliche Rückgang der Zustimmung zeigt: Er muss die Bedenken hinsichtlich seiner Prioritäten ernst nehmen. Die Partei wird nun gespannt auf den nächsten Parteitag 2025 in Nürnberg blicken, um Bilanz zu ziehen.






