Skisprung-Star Timi Zajc nach Regelbruch sofort disqualifiziert
Christoph Koch IISkisprung-Star Timi Zajc nach Regelbruch sofort disqualifiziert
Skisprung-Funktionäre haben nach einem jüngsten Skandal strengere Kontrollen der Skisprung-Anzüge eingeführt. Die neuen Regeln führten zur Disqualifikation des Spitzenathleten Timi Zajc wegen eines geringfügigen Verstoßes. Der österreichische Funktionär Mathias Hafele, der mittlerweile eine Schlüsselrolle in der Sportverwaltung einnimmt, setzte die Entscheidung durch.
Die Änderungen folgen auf den Manipulationsskandal um die norwegischen Skisprung-Anzüge bei den Weltmeisterschaften 2025. Die Verantwortlichen reagierten mit verschärften Vorschriften und erweiterten Inspektionen. Die Springer durchlaufen nun drei Kontrollen: eine Überprüfung der Ausrüstung im Container, eine Bewertung am Schanzentisch sowie eine Analyse der Landehaltung.
Jedes Versagen in diesen Phasen zieht eine Gelbe Karte und den sofortigen Ausschluss nach sich. Bei einem zweiten Verstoß gibt es eine Gelb-Rote Karte, die den Athleten von den nächsten beiden Wettbewerben ausschließt. Zajcs Fall – die 19. Disqualifikation in diesem Winter – betraf erstmals einen Top-Springer. Hafele, der im Mai 2023 dem Technischen Komitee für Skispringen der FIS beitrat, überwacht diese Reformen. Als stellvertretender Leiter der technischen Arbeitsgruppe der Frauen ist er zudem in die Debatten über Chancengleichheit und strukturelle Verbesserungen im Skispringen eingebunden.
Die verschärften Maßnahmen sollen weitere Regelverstöße im Skispringen verhindern. Zajcs Disqualifikation unterstreicht die Null-Toleranz-Strategie des neuen Systems. Die Funktionäre werden die Regeln auch im weiteren Saisonverlauf konsequent durchsetzen.






