Skispringen der Frauen: Preisgelder und Reformen bei der Two-Nights-Tour 2025
Laura ThanelZwei-Nächte-Tour der Frauen-Skispringer: Bargeld statt Shampoo - Skispringen der Frauen: Preisgelder und Reformen bei der Two-Nights-Tour 2025
Deutscher Skiverband kündigt Änderungen bei der Women’s Two-Nights-Tour an – inklusive Preisgeldern und Zeitplan
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat Reformen für die Frauen-Wettkämpfe der Two-Nights-Tour bekannt gegeben, darunter die Einführung von Preisgeldern und Anpassungen im Zeitplan. Erstmals erhalten Skispringerinnen bei Siegen in den Qualifikationsrunden von Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf 3.175 Euro. Die diesjährige Auflage markiert zudem die dritte Ausgabe des Formats, wobei die Athletinnen langfristig auf ein vollwertiges Vier-Schanzen-Turnier – analog zum etablierten Wettbewerb der Männer – hinarbeiten.
Noch in der vergangenen Saison hatte Selina Freitag zwar die Testrunde gewonnen, als Belohnung jedoch lediglich Duschgel, Shampoo und vier Handtücher erhalten. Die fehlenden Geldprämien waren von den Sportlerinnen wiederholt kritisiert worden. Nun hat der Verband zugesagt, die Wertschätzung für die Leistungen der Frauen denen der Männer anzugleichen.
Auch der Ablaufplan wurde überarbeitet: Am Neujahrstag in Oberstdorf springen die Frauen erstmals bereits um 13 Uhr, gefolgt von der Männer-Qualifikation um 16 Uhr. Die Organisatoren erhoffen sich dadurch eine höhere Zuschauerbindung – im Vorjahr hatten Tausende nach dem Männerwettbewerb frühzeitig die Schanzen verlassen. Als Favoritinnen gehen die Slowenin Nika Prevc, mehrfache Podestplatzierte bei früheren Auflagen, sowie die Japanerin Nozomi Maruyama ins Rennen. Unterdessen wird Katharina Schmid aus Deutschland nach diesem Winter ihre Karriere beenden und damit ihren letzten Auftritt bei der Tour haben.
Die Athletinnen haben deutlich gemacht, dass dies die letzte Two-Nights-Tour sein soll. Stattdessen kämpfen sie für die Einführung eines vollwertigen Vier-Schanzen-Turniers, das dem langjährigen Format der Männer entspricht.
Die Einführung von Preisgeldern und die zeitlichen Anpassungen spiegeln die wachsende Anerkennung des Frauenskispringens wider. Mit Top-Athletinnen wie Prevc und Maruyama verspricht die diesjährige Veranstaltung besondere Spannung. Der Druck für ein vollständiges Vier-Schanzen-Turnier bleibt dabei ein zentrales Ziel für die Zukunft des Sports.






