Schneider Weisse übernimmt Weltenburger und Bischofshof – Regensburg verliert traditionsreiche Brauerei
Laura ThanelBrauereien: Schneider übernimmt Bischofshof und Weltenburger - Schneider Weisse übernimmt Weltenburger und Bischofshof – Regensburg verliert traditionsreiche Brauerei
Zwei historische bayerische Brauereien wechseln im Rahmen einer großen Übernahme den Besitzer. Schneider Weisse übernimmt Weltenburger und Bischofshof, wobei die Produktion bis Ende 2026 nach Kelheim und Weltenburg verlegt wird. Mit dem Schritt sollen Arbeitsplätze gesichert werden, während der Standort Regensburg geschlossen wird.
Die Übernahme, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt, sieht vor, dass die Kelheimer Brauerei Schneider (Schneider Weisse) sowohl die Weltenburger Brauerei als auch Bischofshof übernimmt. Die Bischofshof-Brauerei in Regensburg, in der derzeit 56 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird bis Ende 2026 ihren Betrieb einstellen.
Die Produktion wird an den Standorten Kelheim und Weltenburg gebündelt – eine Entscheidung, die die Effizienz steigert und betriebliche Synergien schafft. Trotz der Schließung in Regensburg trägt die Übernahme dazu bei, zentrale Teile des bayerischen Brauereierbes zu bewahren. Die Klostergrauerei Weltenburg, die älteste Klosterbrauerei der Welt mit Gründung im Jahr 1050, bleibt weiterhin in Betrieb. Auch die Logistikabteilung von Bischofshof, in der 21 Menschen arbeiten, wird weitergeführt. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer betonte, dass der Erhalt regionaler Arbeitsplätze oberste Priorität habe. Den 56 betroffenen Mitarbeitern in Regensburg wird Unterstützung bei der Suche nach neuen Stellen angeboten. Die Übergangsbegleitung konzentriert sich darauf, ihnen passende Positionen in der Getränkebranche und verwandten Bereichen zu vermitteln.
Durch die Übernahme bleibt die Klostergrauerei Weltenburg in Betrieb, während die Produktion effizienter gestaltet wird. Das Logistikteam von Bischofshof wird weiterarbeiten, und die betroffenen Mitarbeiter erhalten Hilfe bei der Jobsuche. Die Änderungen treten ab dem 1. Januar 2027 in Kraft und leiten ein neues Kapitel für diese traditionsreichen Marken ein.






