Schaeffler setzt auf Sportinnovation – doch Sparmaßnahmen und Jobabbau drohen
Christina JunitzSchaeffler setzt auf Sportinnovation – doch Sparmaßnahmen und Jobabbau drohen
Die Schaeffler AG hat eine neue Partnerschaft mit dem Deutschen Skiverband (DSV) bekannt gegeben, um die Technologie im Wintersport voranzutreiben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung innovativer Lösungen für Spitzensportler. Gleichzeitig steht das Unternehmen vor finanziellen Herausforderungen und tiefgreifenden Führungswechseln.
Im Rahmen der Kooperation mit dem DSV soll der Fokus auf der Entwicklung von Technologien liegen, die die Leistung im internationalen Wintersport steigern. Die Expertise von Schaeffler im Präzisionsmaschinenbau wird dabei eine zentrale Rolle spielen.
In der ersten Jahreshälfte 2025 verzeichnete das Unternehmen jedoch Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Als Reaktion auf diese Entwicklung wurden Sparmaßnahmen eingeleitet, darunter die geplante Schließung des Standorts Steinhagen in Nordrhein-Westfalen bis Ende 2026.
Weitere Umstrukturierungen betreffen den Standort Schweinfurt, wo bis zu 590 Arbeitsplätze gestrichen werden könnten. Zudem gibt es Veränderungen in der Führungsetage: Andreas Schick, Vorstandsmitglied für Produktion, Lieferkette und Beschaffung, wird seinen Vertrag nicht verlängern. Schick, der 1994 nach einem Fahrzeugtechnik-Studium in München zu Schaeffler stieß, war mehr als 30 Jahre für das Unternehmen tätig.
Die Partnerschaft mit dem DSV markiert für Schaeffler einen neuen Weg in der Sportinnovation. Dennoch bleibt das Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten und operativen Anpassungen konfrontiert. Die Schließung des Standorts Steinhagen und die Stellenstreichungen in Schweinfurt sind Teil der Bemühungen, die Geschäftslage zu stabilisieren.






