Rückgang illegaler Einreisen in Süddeutschland – doch Syrien bleibt Problemfall
Maren WeihmannRückgang illegaler Einreisen in Süddeutschland – doch Syrien bleibt Problemfall
Grenzkontrollen in Süddeutschland verzeichneten 2024 weniger illegale Einreiseversuche
Die Bundespolizeidirektion Rosenheim registrierte im Jahr 2024 rund 3.300 Fälle unerlaubter Einreiseversuche – ein Rückgang um etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast ein Fünftel der Personen, die ohne Genehmigung die Grenze überqueren wollten, waren syrische Staatsbürger.
Syrien blieb damit das Hauptherkunftsland der Migranten, die bei illegalen Grenzübertritten aufgegriffen wurden. Die Daten zeigen, dass fast jeder Fünfte der Gestoppten aus dem vom Krieg gezeichneten Land stammte. Zudem verzeichneten die Behörden einen Anstieg bei dokumentenbezogenen Straftaten: Rund 20 Fälle mehr als 2023 wurden erfasst.
Knapp 45 Prozent der Migranten, die eine illegale Einreise versuchten, reisten mit dem Bus an. Im Laufe des Jahres vollstreckte die Bundespolizei etwa 370 Haftbefehle. Darüber hinaus wurde im Schnitt alle vier Tage ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen.
Die Grenzbehörden verweigerten 2024 rund 1.900 Personen die Einreise. Dies entsprach fast 60 Prozent aller abgewiesenen Migranten. Die meisten Ablehnungen erfolgten, weil die Betroffenen weder Asyl noch Schutz in Deutschland beantragten.
Insgesamt ging die Zahl der illegalen Einreiseversuche im Vergleich zu 2023 deutlich zurück. Trotz dieses Rückgangs stellten syrische Migranten weiterhin die größte Gruppe. Die Behörden hielten an einer strengen Kontrollpraxis fest – mit häufigen Einreiseverweigerungen und regelmäßigen Festnahmen im Zusammenhang mit Schleusungskriminalität.






