08 June 2026, 06:17

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zur militärischen Produktion. Allein im vergangenen Jahr erzielte die Sparte einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro.

Die Transaktion soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen. Nach der Finalisierung wird das Geschäft unter seinen etablierten Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice weitergeführt. AEQUITA hat zugesichert, alle 6.250 Mitarbeiter an den übernommenen Standorten zu übernehmen.

Drei deutsche Werke der KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs – sie verbleiben stattdessen als Joint Venture innerhalb von Rheinmetall. Das spanische Pierburg S.A.-Werk im baskischen Abadiano wird während einer Übergangsphase als hybrider Standort betrieben, bevor es vollständig auf militärische Produktion umgestellt wird. Die Einheit Dermalog SensorTec bleibt dauerhaft der Weapon-and-Amunition-Sparte von Rheinmetall zugeordnet.

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Der Schritt folgt auf frühere Verkäufe von Rheinmetalls Groß- und Kleinmotorenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024. Unternehmenschef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“ in der strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Die Power-Systems-Sparte war bereits seit dem letzten Quartal 2025 als „aufgegebener Geschäftsbereich“ klassifiziert worden.

Mit dem Verkauf beschleunigt Rheinmetall seine Fokussierung auf Verteidigung und Militärtechnik. Während die Marken der Sparte künftig unter AEQUITA firmieren, bleiben zentrale Standorte und Technologien im Unternehmensverbund von Rheinmetall. Der Abschluss des Deals steht unter dem Vorbehalt der finalen Genehmigungen und ist für Ende 2026 vorgesehen.

Quelle