René Benko steht vor dem 18. Strafverfahren wegen Untreue und Betrugs
Christoph Koch IIRené Benko steht vor dem 18. Strafverfahren wegen Untreue und Betrugs
René Benko sieht sich nun mit seinem 18. Strafverfahren konfrontiert. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Gelder aus einer 120-Millionen-Euro-Zahlung veruntreut zu haben, die ursprünglich für das Bahnhofplatz-Projekt bestimmt waren. Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe wegen Untreue und Betrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.
Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Ermittlern zufolge wurden die umgeleiteten Mittel genutzt, um Liquiditätsengpässe innerhalb seiner Signa Group zu überbrücken. Ein Teil der Gelder floss zudem in eine Kapitalerhöhung für den Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges.
Ein zentraler Aspekt der Ermittlungen ist die Signa Prime Selection, die als eine Art „finanzieller Staubsauger“ beschrieben wird, um Geld aus verschiedenen Projekten abzuziehen. Eine ähnliche Vorgehensweise soll auch bei einer separaten Transaktion mit einem saudischen Staatsfonds angewendet worden sein. Unterdessen rückt in Benkos Privatinsolvenzverfahren eine Reihe hochwertiger Damenringe in den Fokus.
Für Donnerstag ist eine Berufungsverhandlung in seinem ersten Insolvenzverschleppungsprozess angesetzt. Eine Verurteilung wäre das erste offizielle Urteil gegen Benko im Zusammenhang mit der Signa-Affäre.
Die jüngsten Ermittlungen verschärfen die rechtlichen Probleme des umkämpften Milliardärs. Bei einer Verurteilung drohen ihm empfindliche Strafen. Das Ergebnis der Berufungsverhandlung könnte weitere Klarheit über seine juristische Zukunft bringen.
