Regensburgs Von-Müller-Gymnasium stellt Nachmittagsbetreuung auf privaten Träger um
Christoph Koch IIRegensburgs Von-Müller-Gymnasium stellt Nachmittagsbetreuung auf privaten Träger um
Am Von-Müller-Gymnasium (VMG) in Regensburg steht eine Umstellung des Nachmittagsbetreuungssystems bevor. Ab dem neuen Schuljahr wird voraussichtlich ein privater Träger die bisher kostenlose und von Lehrkräften organisierte Betreuung übernehmen.
Die Stadt Regensburg passt sich damit dem Wechsel von G8 zu G9 an – ein System, das an jedem bayerischen Gymnasium etwa 150 zusätzliche Lehrerstunden pro Woche für den regulären Unterricht erfordert. Um diesen Bedarf zu decken, wird das VMG seine Lehrkräfte aus der Nachmittagsbetreuung in den Unterrichtsbetrieb verlagern. Die Maßnahme soll zudem dem flächendeckenden Lehrkräftemangel in der Region begegnen.
Nach dem neuen Konzept können Schülerinnen und Schüler das VMG künftig auch ohne Nachmittagsbetreuung besuchen – eine Option, die es bisher nicht gab. Wer sich für die Offene Ganztagsschule (OGTS) entscheidet, muss sich verbindlich für mindestens zwei Nachmittage pro Woche bis 16 Uhr anmelden. Die Stadt strebt an, die Wünsche der Schulfamilie des VMG möglichst stark in das überarbeitete Konzept einzubinden.
Die endgültige Entscheidung über die Umstellung muss der Bildungsausschuss bis Ende Februar treffen. Bei einer Zustimmung bleibt das Angebot zwar kostenfrei, wird aber ab dem kommenden Schuljahr von einem privaten Träger betrieben. Die Neuregelung entlastet das Lehrpersonal für den regulären Unterricht und führt ein neues Modell der Nachmittagsbetreuung ein. Die Stadt Regensburg als Sachaufwandsträgerin wird den Übergang begleiten und sicherstellen, dass die Änderungen zum Profil und den Bedürfnissen des VMG passen.
