Regensburg kämpft mit Kunst und Protest für Frauenrechte im Februar
Christoph Koch IIRegensburg kämpft mit Kunst und Protest für Frauenrechte im Februar
Landkreis Regensburg bezieht Stellung gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für Gleichberechtigung – mit zwei großen Aktionen
Der Landkreis Regensburg setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und für die Gleichstellung der Geschlechter: Am 9. Februar eröffnet eine Kunstausstellung zu Ehren von Wissenschaftlerinnen, am 14. Februar findet eine öffentliche Protestkundgebung statt. Beide Initiativen sollen das Bewusstsein für Frauenrechte in der Region stärken und Solidarität mit Betroffenen zeigen.
Vom 9. Februar bis 27. März 2026 zeigt das Landratsamt Regensburg die Ausstellung "Übersehene Bilder: Wissenschaftlerinnen und Pionierinnen sichtbar machen". Die Schau präsentiert zwölf mit KI generierte Kunstwerke der Künstlerin Gesine Born, die imaginäre Würdigungen von Frauen in der Wissenschaft darstellen. Die Leihgabe aus dem KulturEck Kallmünz hinterfragt, wie künstliche Intelligenz historische Geschlechterungerechtigkeiten aufarbeiten kann – und wirft gleichzeitig ethische Fragen zum Einsatz neuer Technologien auf. Der Eintritt ist frei; die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten im Foyer zu besichtigen.
Am 14. Februar beteiligt sich der Landkreis an der weltweiten One-Billion-Rising-Bewegung mit einer Tanzprotestaktion um 15:00 Uhr auf dem Donaumarkt. Die stellvertretende Landrätin Maria Scharfenberg wird gemeinsam mit weiteren Aktivist:innen das Wort ergreifen und ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen fordern. Noch am selben Tag hissen Landrätin Tanja Schweiger und die Gleichstellungsbeauftragte Siegler die Fahne des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" – ein kostenloses, anonymes und rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot für Betroffene.
Zusätzlich steht eine lokale Notfallkarte mit Regensburger Hilfs- und Beratungsangeboten online zur Verfügung. Entwickelt wurde sie vom "Regensburger Runden Tisch gegen häusliche Gewalt", wobei die genaue Zahl der beteiligten Organisationen nicht bekannt ist.
Ausstellung und Protest unterstreichen das Engagement des Landkreises für Gleichberechtigung und die Unterstützung von Frauen. Beide Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei – sie verbinden Aufklärung mit konkretem Handeln. Die Organisator:innen rufen die Bevölkerung zur Teilnahme auf und weisen auf die vorhandenen Hilfsangebote hin.






