25 June 2026, 04:19

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?

Protest auf Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, einem Hotspot für Clubs, Bars und kulturelle Veranstaltungsorte, ist ungewiss. Die Kurth-Gruppe, der das Areal gehört, drängt auf eine rasche Wohnbebauung und setzt damit langjährige Mieter unter Druck. Seitdem formiert sich Widerstand – mit Protesten und Petitionen gegen die Pläne.

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Das RAW-Gelände blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Ursprünglich als Wartungsdepot für Reichsbahn-Züge genutzt, verfiel es nach dem Fall der Berliner Mauer. Heute beherbergt es Konzertlocations, einen Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen, einen Weihnachtsmarkt und einen Flohmarkt.

Im Januar beantragte die Kurth-Gruppe ein beschleunigtes Baugenehmigungsverfahren für neuen Wohnraum. Streitpunkt ist, wie viele Wohnungen entstehen sollen – und ob die historischen Hallen, in denen Clubs und Kulturprojekte beheimatet sind, erhalten bleiben. Schon nächste Woche droht dem Club Cassiopeia die Räumung, auch andere Mieter sind betroffen.

Mitte Mai legten Senat und Bezirksamt einen Rahmenvertrag vor, der Entwicklung und Erhalt in Einklang bringen sollte. Die Kurth-Gruppe lehnte ab. Dutzende Unterstützer zogen daraufhin zum Kurfürstendamm und skandierten „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“. Eine Petition fordert das Unternehmen seitdem auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Die kulturellen Einrichtungen auf dem RAW-Gelände schweben weiter in der Ungewissheit, während Räumungsbescheide wirksam werden. Mit der Ablehnung des Rahmenvertrags bleibt der Konflikt ungelöst. Ohne weitere Gespräche könnten die langjährigen Gemeinschaftsräume dem Wohnungsbau weichen.

Quelle