27 December 2025, 07:45

Puma kämpft ums Überleben: Aktienkurs stürzt ab und Stellen fallen weg

Ein Sportler posiert für ein Foto, auf dessen Hemd verschiedene Sponsorennamen stehen.

Puma kämpft ums Überleben: Aktienkurs stürzt ab und Stellen fallen weg

Sportartikel-Riese Puma steuert auf ein schwieriges Jahresende zu

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Der Sportartikelhersteller Puma kämpft mit zunehmenden finanziellen Problemen und steht vor einem turbulentem Jahresausklang. Seit Januar hat der Aktienkurs mehr als die Hälfte seines Wertes verloren und notiert derzeit bei nur noch 21,55 Euro pro Aktie. Aktuelle Berichte zeigen sinkende Umsätze und hohe Verluste – die Zukunft des Unternehmens wirft Fragen auf.

Die Zahlen für das dritte Quartal offenbarten einen deutlichen Rückgang: Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz sank um 10,4 Prozent. Noch dramatischer fiel der Einbruch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das um über 80 Prozent einbrach. Für 2025 erwartet Puma nun einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie ein operatives Defizit.

Als Reaktion auf die Krise hat Puma ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm angekündigt. Bis Ende 2026 will das Unternehmen rund 250 Millionen Euro investieren und 900 Stellen in der Verwaltung abbauen. Um die Liquidität zu sichern, wurden 608 Millionen Euro an frischem Kapital beschafft – darunter ein von der Santander Bank garantiertes Überbrückungsdarlehen über 500 Millionen Euro sowie zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 108 Millionen Euro. Gleichzeitig ist Puma ins Visier von Leerverkäufern geraten: Bereits im Dezember 2022 eröffnete die Investmentfirma Qube Research & Technologies eine Short-Position auf die Aktie. Kürzlich stieg auch der französische Hedgefonds Capital Fund Management mit einer Leerverkaufsposition von 0,50 Prozent ein.

Zudem mehren sich seit November Spekulationen über eine mögliche Übernahme. Als potenzielle Interessenten gelten unter anderem die chinesischen Sportmarken Anta Sports und Li Ning sowie der japanische Konkurrent Asics. Die Zukunft Pumas könnte maßgeblich von der Haltung der Beteiligungsgesellschaft Artemis abhängen, die im Besitz der Familie des französischen Milliardärs François-Henri Pinault ist. Ihre Entscheidung wird voraussichtlich darüber entscheiden, ob das Unternehmen eigenständig bleibt oder nach neuen Eigentümern sucht.

Pumas finanzielle Schieflage hat zu Stellenstreichungen, einer Umstrukturierung und neuen Kreditaufnahmen geführt, um die Lage zu stabilisieren. Während Leerverkäufer gegen eine Erholung wetten und Übernahmegerüchte die Runde machen, wird jeder Schritt des Unternehmens genau beobachtet. Ob es Puma gelingt, den Umsatzrückgang zu stoppen und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird über seine weitere Entwicklung entscheiden.