Prozess gegen vier Männer nach homophober Gewalt in Augsburg beginnt
Christina JunitzAngriff mit mutmaßlich homophobem Motiv? Landgericht verhandelt - Prozess gegen vier Männer nach homophober Gewalt in Augsburg beginnt
Vier Männer müssen sich im nächsten Monat wegen des Verdachts einer homophoben Attacke in Augsburg vor Gericht verantworten. Der Übergriff ereignete sich im März vergangenen Jahres auf der Maximilianstraße und hinterließ bei zwei Opfern schwere Verletzungen. Die Ermittler gehen von einem anti-LGBTQ+-Motiv aus.
Der Vorfall begann, als die beiden Männer mit homophoben Beleidigungen angegriffen wurden. Die Auseinandersetzung eskalierte schnell, wobei die Angeklagten die Opfer angeblich mit Schlägen und Tritten traktierten. Beide Männer erlitten Prellungen am ganzen Körper.
Die Staatsanwaltschaft München übernahm den Fall wegen des Verdachts auf ein Hassverbrechen. Die vier Beschuldigten, zwischen 22 und 25 Jahre alt, müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Einer der Angeklagten war bereits 2019 wegen einer Gewalttat verurteilt worden. Der Prozess beginnt am 23. Februar und ist auf elf Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird am 13. März gerechnet.
Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten erhebliche Strafen. Der Fall wirft erneut Fragen nach Gewalt wegen Vorurteilen auf. Die Entscheidung des Gerichts wird zeigen, ob die Tat offiziell als Hasskriminalität eingestuft wird.






