16 April 2026, 18:27

Privatinitiative rettet Seukendorfs Badekultur mit neuem Schwimmbadprojekt

Großer Hallenbad mit zahlreichen Stühlen auf der rechten Seite, einem Gebäude im Hintergrund, verstreuten Gegenständen auf dem Boden und mehreren Pfählen auf der linken Seite an der University of Texas at Austin.

Privatinitiative rettet Seukendorfs Badekultur mit neuem Schwimmbadprojekt

Neues Schwimmbad für Seukendorf: Privatinitiative schafft Abhilfe nach Schließungswelle

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Dank einer privaten Initiative der Seukendorferin Ann Emmrich-Böhm soll in der Gemeinde bald ein neues Schwimmbad entstehen. Die 45-Jährige plant den Bau der Anlage direkt neben der Sporthalle des SV Seukendorf – und schließt damit eine Versorgungslücke in der Region. Denn drei der vier Stadtteilbäder in Fürth wurden in den vergangenen Jahren geschlossen.

Emmrich-Böhm, die 2021 ihre Schwimmschule Swimmerfirst gründete, unterrichtet derzeit rund 80 Kinder pro Woche. Ihr neues Projekt, die Swimmerfirst Academy, wird ein 20 mal 8 Meter großes Becken mit Wassertiefen von bis zu zwei Metern umfassen. Zusätzlich entsteht ein kleineres, beheiztes Therapiebecken für Senioren, Babys und Menschen mit Behinderungen.

Die Anlage wird auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern errichtet – verkehrsgünstig in der Nähe einer Bushaltestelle. Nachhaltigkeit steht im Fokus: Geplant sind eine Anbindung an eine Biogasanlage sowie die Installation von Photovoltaikmodulen. Finanziert wird das Vorhaben aus Emmrich-Böhms Eigenmitteln, Bankkrediten und möglichen Fördergeldern; die Investitionssumme liegt im siebenstelligen Bereich.

Kooperationen sind bereits vereinbart, darunter Babyschwimmkurse mit der Hebammenpraxis Wunderwerk Cadolzburg. Auch das örtliche Landratsamt zeigt Interesse, das Bad künftig für den Schulschwimmunterricht anzumieten.

Das Projekt reagiert auf den Rückzug öffentlicher Schwimmbadangebote in der Region. Nach der Fertigstellung soll die Einrichtung sowohl der Bevölkerung als auch den ortsansässigen Schulen zugutekommen. Emmrich-Böhms Engagement zeigt, wie private Initiativen dort Lösungen schaffen können, wo öffentliche Leistungen abgebaut wurden.

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