Polizei rettet unterkühlte Welpen bei Grenzkontrolle – Tierschutz-Ermittlungen gegen Beifahrer
Christoph Koch IIPolizei rettet frierende Welpen bei Grenzüberwachung - Polizei rettet unterkühlte Welpen bei Grenzkontrolle – Tierschutz-Ermittlungen gegen Beifahrer
Bei einer routinemäßigen Grenzkontrolle auf der Autobahn A3 bei Passau haben Polizisten zwei unterkühlte Welpen gerettet. Die Entdeckung erfolgte, nachdem Beamte ein Fahrzeug mit Fahrer und Beifahrer anhielten – beide müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Die Welpen, die auf dem Schoß des Beifahrers gefunden wurden, waren zu jung, um von ihrer Mutter getrennt zu werden, und besaßen weder die notwendigen Impfungen noch die erforderlichen Papiere.
Der Vorfall ereignete sich, als die Beamten den Wagen stoppten und die offensichtlich in Not befindlichen Tiere bemerkten. Die sichtlich unterkühlten Welpen erhielten zunächst in der Polizeidienststelle eine Notversorgung, bevor sie in ein Tierheim gebracht wurden.
Der 28-jährige Fahrer hatte seinen visumfreien Aufenthalt in Deutschland um mehrere Wochen überschritten und muss sich nun wegen illegaler Einreise verantworten. Der ebenfalls 28 Jahre alte Beifahrer wird hingegen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
Der Beifahrer steht in Verbindung mit Tönnies, einem großen Fleischproduzenten, der bereits unter Beobachtung steht. Im Januar 2026 war das Unternehmen wegen schwerer Tierquälerei in Schlachthöfen und Hygieneverstößen in die Kritik geraten. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen prüfen derzeit diese Vorwürfe.
Die geretteten Welpen befinden sich weiterhin in der Obhut eines Tierheims, während das juristische Verfahren läuft. Fahrer und Beifahrer müssen sich wegen ihrer jeweiligen Vorwürfe vor Gericht verantworten. Der Fall wirft zudem weitere Fragen zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen durch Tönnies auf.






