29 March 2026, 18:31

Plastic Manufacturing meldet Insolvenz – 1.045 Arbeitsplätze bedroht

Tortendiagramm, das den globalen Kunststoffmarkt im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die verschiedene Branchen und ihre Wachstumsprozents├Ątze darstellen.

Auto Supplier Plastic Manufacturing Insolvent - Plastic Manufacturing meldet Insolvenz – 1.045 Arbeitsplätze bedroht

Deutscher Automotive-Zulieferer Plastic Manufacturing meldet Insolvenz – 1.045 Jobs in Gefahr

Der deutsche Automobilzulieferer Plastic Manufacturing hat Insolvenz angemeldet und lässt damit rund 1.045 Beschäftigte an drei Standorten um ihre Zukunft bangen. Das Unternehmen, das Kunststoffteile wie Kühlergrills und Lenkradverkleidungen herstellt, führte den finanziellen Zusammenbruch auf massiven wirtschaftlichen Druck zurück.

Der Insolvenzantrag folgt auf einen drastischen Rückgang der Pkw-Verkäufe in Europa, der die Umsätze des Zulieferers stark belastet hat. Steigende Kosten für Rohstoffe und Energie verschärften die Lage zusätzlich und trieben das Unternehmen in die finanzielle Schieflage. In der Folge mussten die Standorte in Diepersdorf, Oberlungwitz und Lüdenscheid Insolvenzverfahren einleiten.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun bestellt. Seine Priorität liegt nun darauf, den Betrieb zu stabilisieren und mögliche Sanierungsoptionen zu prüfen. Die Löhne und Gehälter der nächsten zwei Monate sind durch Insolvenzgeld abgesichert, was den Beschäftigten vorerst eine Atempause verschafft.

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Die Krise hat weitreichende Folgen: Betroffen sind auch große Automobilhersteller, die auf Komponenten von Plastic Manufacturing angewiesen sind. Volkswagen, Mercedes, Tesla, Audi (eine VW-Tochter), Schaeffler und Mahle zählen zu den betroffenen Unternehmen. Sie haben bereits Kostensenkungsprogramme und Stellenabbau für die Jahre 2025–2026 angekündigt, um auf die Lieferkettenstörungen zu reagieren.

Die Insolvenz unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der deutschen Automobilbranche, wo nachlassende Nachfrage und hohe Kosten die Zulieferer weiter unter Druck setzen. Während die Sanierungsgespräche laufen, bleibt die Zukunft der Belegschaft von Plastic Manufacturing sowie die Zusammenarbeit mit den wichtigsten Kunden ungewiss.

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