09 May 2026, 20:22

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant radikale Beitragsreform für Besserverdiener

Deutsches Auslandsanleihe-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit gedrucktem Text und numerischen Nennbetragsdetails.

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant radikale Beitragsreform für Besserverdiener

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne zur Reform des kriselnden Pflegeversicherungssystems in Deutschland angekündigt. Ihr Ziel ist es, das wachsende Defizit durch höhere Beiträge – insbesondere für Besserverdiener – zu verringern, ohne dabei die bestehenden Leistungen zu kürzen.

Die soziale Pflegeversicherung steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten, da die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Aktuelle Prognosen gehen von einem Fehlbetrag von über 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren aus. Warken kritisierte frühere Regierungen, die Leistungen ausgeweitet hätten, ohne eine stabile Finanzierung zu sichern, und bezeichnete den Zustand des Systems als „katastrophal“.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Um die Finanzlücke zu schließen, will die Ministerin bis Mitte Mai Reformvorschläge und Sparmaßnahmen vorlegen. Eine zentrale Neuerung sieht vor, höhere Einkommen stärker an den Kosten zu beteiligen. Bisher werden Beiträge nur auf Bruttomonatsgehälter bis zu 5.812 Euro erhoben. Warken schloss zudem eine Reduzierung der fünf Pflegegrade aus, die in den vergangenen Jahren aus ursprünglich drei Stufen eingeführt worden waren.

Ihr Ziel ist es, weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden und gleichzeitig die finanzielle Tragfähigkeit des Systems zu gewährleisten. Die Pläne konzentrieren sich darauf, die Kosten zu balancieren, ohne die Unterstützung für Pflegebedürftige zurückzufahren.

Warkens Reformen zielen darauf ab, Besserverdiener stärker in die Pflicht zu nehmen, um die finanzielle Belastung der Pflegeversicherung zu verringern. Die geplanten Änderungen sollen das System stabilisieren, ohne bestehende Leistungen zu kürzen. Die endgültigen Vorschläge werden in den kommenden Wochen erwartet.

Quelle