„Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Kultstück geht nach sieben Jahren
Laura ThanelLetzte Vorstellung von Stuckrad-Barres 'Panikherz' in der Thalia - „Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Kultstück geht nach sieben Jahren
Die Bühnenadaption von Panikherz, Benjamin von Stuckrad-Barres autobiografischem Roman, wird nach sieben Jahren Spielzeit am Hamburger Thalia Theater abgesetzt. Die letzte Vorstellung findet am Montag, dem 23. Dezember 2025, statt und markiert damit das Ende einer Inszenierung, die seit ihrer Premiere 2018 über 30.000 Zuschauer angezogen hat.
Das Stück, basierend auf Stuckrad-Barres Roman von 2016, thematisiert dessen Ringen mit Ruhm, Drogensucht und die enge Freundschaft mit dem Musiker Udo Lindenberg. Lindenberg, der dem Schriftsteller den Spitznamen „Stuckiman“ einbrachte, überraschte bei der Premiere sogar mit einem Auftritt – auch wenn seine Musik in der Produktion nur einmal zu hören war.
Auf der Bühne entfaltet sich die Geschichte durch einen Ich-Erzähler, der die Dialoge dominiert und damit den intimen Ton des Buches widerspiegelt. Mehrere Schauspieler verkörpern die Figur des „Stuckiman“ und bringen so unterschiedliche Facetten aus dem Leben des Autors auf die Bühne. Mit 46 Aufführungen entwickelte sich die Produktion zu einem festen Bestandteil des Thalia-Theater-Programms. Intendantin Sonja Anders bezeichnete Panikherz als einen „wahren Publikumsliebling“ und einen „wunderbaren Teil des Thalia-Repertoires“. Der Roman selbst festigte – wie bereits Stuckrad-Barres Debüt Soloalbum von 1998 – seinen Platz in der deutschen Pop-Literatur.
Mit der letzten Vorstellung endet eine Inszenierung, die seit ihrer Premiere das Publikum fasziniert hat. Mit seiner Mischung aus persönlichem Bekenntnis und kultureller Reflexion hinterlässt Panikherz ein Erbe von fast 50 Aufführungen und einen bleibenden Eindruck in der Hamburger Theaterszene.






