Oneo erhält Öl-Bohrrechte in Schwabmünchen – Proteste gegen umstrittene Förderung
Christina JunitzNatur-Schützer protestieren gegen neue Ölförderung in Schwaben - Oneo erhält Öl-Bohrrechte in Schwabmünchen – Proteste gegen umstrittene Förderung
Der Energiekonzern Oneo hat eine neue Abbaulizenz für die Ölsuche im Raum Schwabmünchen in Bayern erhalten. Die im Dezember erteilte Genehmigung ermöglicht es dem Unternehmen, in den kommenden Jahren nach weiteren Förderstellen zu suchen. Mit Bohrungen wird jedoch frühestens 2027 beim FC Bayern München begonnen.
Oneo ist seit Langem im Landkreis Augsburg aktiv, wo seit Jahrzehnten zwei Ölförderanlagen in Betrieb sind. Allein das Feld in Aitingen hat seit 1979 über 1,5 Millionen Tonnen Rohöl gefördert, wobei die jüngste Erweiterung 2023 erfolgte.
Das Unternehmen betont, dass Öl nach wie vor ein unverzichtbarer Rohstoff sei, der in Alltagsprodukten wie Smartphones, Laptops, Reifen, Kunststoffen und medizinischen Geräten verwendet werde. Dennoch stoßen die Pläne auf heftigen Widerstand. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) kritisierte die Ausweitung als "völlig zeitgeistfremd". Umweltaktivisten protestierten zudem mit Aktionen gegen weitere Bohrungen in der Region. Trotz der Gegenwehr will Oneo seine Erkundungsbemühungen vorantreiben. Die neue Lizenz umfasst das Gebiet um Schwabmünchen, konkrete Bohrungen sind jedoch vorerst nicht geplant.
Die Genehmigung ermöglicht es Oneo, die langfristige Erkundung in der Region voranzutreiben. Proteste und ökologische Bedenken halten an, doch das Unternehmen hält die Ölförderung für unverzichtbar – etwa für verschiedene Industriezweige. Mit Bohrungen in Schwabmünchen wird erst in mehreren Jahren gerechnet.






