Oliver Kahn zieht Bilanz: Warum sein Abschied vom FC Bayern unausweichlich war
Christoph Koch IIOliver Kahn zieht Bilanz: Warum sein Abschied vom FC Bayern unausweichlich war
Oliver Kahn hat sich offen über seinen Abschied vom FC Bayern geäußert, zwei Jahre nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender. Der ehemalige Torhüter verließ den Verein im Mai 2023, gerade als die Saison zu Ende ging. Sein Rücktritt folgte anhaltenden Diskussionen über seinen Führungsstil und die Entscheidungen während seiner Amtszeit.
Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des Clubs, hat wiederholt seine Einschätzung zu Kahns Wirken geäußert. Nun haben beide ihre Differenzen öffentlich thematisiert – Kahn bezeichnete das Kapitel als abgeschlossen und blickt nach vorn.
Kahn hatte 2021 die Geschäftsführung des FC Bayern übernommen. Seine Zeit endete abrupt 2023, als der Verein ihn am letzten Spieltag der Saison 2022/23 von seinen Pflichten entband. Seither hat Hoeneß Kahns Vorgehen kommentiert und auf einen Konflikt der Führungsphilosophien hingewiesen.
Ein zentraler Unterschied lag in Kahns Rückgriff auf externe Berater. Während Hoeneß stets ohne sie auskam, holte Kahn Außenstehende als Vermittler zwischen sich und den Mitarbeitern hinzu. Hoeneß, bekannt für seine Politik der offenen Tür, sah darin eine unnötige Hürde und ein Zeichen für Kahns abweichende Vision vom Verein.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende reagierte auf Hoeneß' Äußerungen in der Sendung Triple bei Sky. Kahn räumte zwar Meinungsverschiedenheiten ein, bezeichnete sie aber als normal in einer großen Organisation. Zugleich betonte er, die Kritik enttäusche ihn nicht – vielmehr wolle er nun nach vorne schauen.
Hoeneß seinerseits versicherte, er hege keinen Groll. Er äußerte die Hoffnung, dass das Verhältnis trotz unterschiedlicher Auffassungen über die Clubführung respektvoll bleibe.
Kahn hat deutlich gemacht, dass er seine Zeit beim FC Bayern als beendet betrachtet. Der Verein hat unter neuer Führung einen Neuanfang gewagt, während Hoeneß weiterhin seine Meinung zu vergangenen Entscheidungen kundtut. Beide haben signalisiert, die Debatte hinter sich lassen und ein professionelles Verhältnis wahren zu wollen.






