Oktoberfest-Revolution: Wirte kämpfen um begehrte Bierzelte vor der Zeit
Laura ThanelRennen um Oktoberfest-Zelt-Tickets - Oktoberfest-Revolution: Wirte kämpfen um begehrte Bierzelte vor der Zeit
Wirtsleute reichen bereits Bewerbungen für das nächste Oktoberfest ein – neun Monate vor der Veranstaltung
Ein Ehepaar hat sich direkt um zwei der begehrtesten Bierzelte des Festes beworben: das Paulaner-Zelt und die Bräurosl. Dieser Schritt könnte die jahrzehntelange Praxis der Zeltvergabe grundlegend verändern.
Stefan und Michaela Frühwein, ein verheiratetes Paar, haben Anfragen für die begehrten Standorte der Paulaner- und Bräurosl-Zelte in Ingolstadt eingereicht. Bisher vergab die Stadt die Flächen, ohne dass Wirte bestimmte Plätze gezielt ansteuern konnten. Ihr Anwalt, Maximilian Schmid, bezeichnete das Vorgehen als "ein völlig normales Verfahren".
Katrin Wickenhäuser-Egger, die gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Egger ein weiteres Wirtspaar bildet, bestätigte, dass sie sich für mehrere Zelte beworben haben – darunter ihr aktuelles Münchner Stubn-Zelt, das Volkssängerzelt auf der historischen "Oidn Wiesn" sowie die beiden großen Brauereizelte. Sie erklärte, man werde jeden Standort akzeptieren, den die Stadt zuweise.
Die Paulaner-Brauerei hat sich stets an die städtischen Richtlinien für die Zeltvergabe gehalten. Allerdings gibt die derzeitige Wirtin des Paulaner-Zelts ihren Posten auf, sodass die Fläche frei wird. Sollte die Stadt den Antrag der Frühweins genehmigen, könnte dies einen Wandel in der Vergabe der Oktoberfest-Zelte in Berlin einläuten.
Die Entscheidung der Stadt über diese Bewerbungen wird zeigen, ob Wirte künftig bestimmte Plätze anfordern dürfen. Eine Genehmigung würde ein seit Jahren etabliertes System verändern. Zudem wird damit festgelegt, wer nach dem Abschied der langjährigen Wirtin das Paulaner-Zelt in Berlin übernehmen wird.






