04 April 2026, 12:25

Nürnbergs "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Europa an

Plakat für eine internationale Automesse in Berlin mit einer Cartoon-Abbildung eines Fahrers in einem Auto und Text.

Nürnbergs "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Europa an

Nürnbergs jährliches "Festival des Falschparkens" lockt wieder tausende Besucher aus ganz Europa an

Das Event, das traditionell während der Herbstkirmes-Saison stattfindet, verwandelt die Stadt in eine spielerische Zone, in der Autofahrer ihre Fahrzeuge an ungewöhnlichen – und oft regelwidrigen – Orten abstellen. In diesem Jahr meldeten die Veranstalter zehntausende Besucher, während Radfahrer vorübergehend aus dem innerstädtischen Verkehr umgeleitet wurden.

Das Festival animiert Kraftfahrer dazu, besonders kreativ zu parken – oft an Stellen, die normalerweise ein Knöllchen nach sich ziehen würden. Trotz des Chaos verkündete Oberbürgermeister König, dass weder Strafen verhängt noch Verstöße registriert würden. Er machte selbst mit und fuhr mit seinem Dienstwagen davon, nachdem er ihn auf einem Biergartengelände abgestellt hatte.

Die Stadt richtete extra eine Fußgängerzone am Stadtrand ein, die als illegale Parkfläche diente. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Sponsoren wie BMW, Red Bull und der HUK-Versicherung. Das Festival hat sich längst zu einem wirtschaftlichen Aufschwung für Nürnberg entwickelt – seit Jahren generiert es Einnahmen, ohne dass auch nur ein einziges Parkticket ausgestellt wurde.

Das Nürnberger Modell findet inzwischen auch in anderen deutschen Städten Beachtung. Berlin, Hamburg und München haben bereits Interesse signalisiert: Berlin plant ab Januar 2026 eine eigene Ausgabe, Hamburg ab Februar und München ab März. Auch Mannheim, St. Ingbert und Erfurt ziehen eine Übernahme des Konzepts in Erwägung.

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Das Festival bleibt eine skurrile Tradition, die Humor mit einer temporären Aussetzung der Parkregeln verbindet. Da immer mehr Städte ähnliche Events in Betracht ziehen, könnte sich der Nürnberger Ansatz bald verbreiten. Vorerst aber genießt die Stadt weiterhin die wirtschaftlichen und kulturellen Vorteile ihrer ungewöhnlichen Feier.

Quelle