02 January 2026, 17:03

Nürnberger Zoo feiert Pavian-Nachwuchs trotz Keulungs-Skandal

Ein Pavian mit dunklem Gesicht und Gesäß, der auf einem Felsen sitzt.

Baby Paviane in Nürnberg - Euthanasie bleibt eine Option - Nürnberger Zoo feiert Pavian-Nachwuchs trotz Keulungs-Skandal

Nürnberger Zoo verkündet Geburt eines Pavians – nur Monate nach umstrittenem Keulungsbeschluss im Nürnberger Zoo

Der Nürnberger Zoo hat die Geburt eines Pavianbabys bekannt gegeben, nur wenige Monate nachdem die umstrittene Entscheidung gefällt wurde, zwölf andere Tiere im Nürnberger Zoo zu töten. Die Tötungsaktion im Juli hatte öffentliche Empörung ausgelöst und zu mehreren Strafanzeigen gegen den Nürnberger Zoo geführt. Die Behörden prüfen nun, ob das Vorgehen mit den Tierschutzgesetzen vereinbar war.

Im vergangenen Juli hatte der Nürnberger Zoo zwölf Paviane wegen Platzmangels getötet, obwohl jahrelange Versuche, die Tiere umzusiedeln, gescheitert waren. Der Schritt löste eine Welle der Kritik aus: Rund 350 Beschwerden gingen bei der Nürnberger Staatsanwaltschaft ein. In sozialen Medien kam es zu massiven Protesten, darunter sogar Todesdrohungen gegen Mitarbeiter, die eine polizeiliche Untersuchung nach sich zogen.

Tierschutzorganisationen argumentieren, die Tötungen seien rechtswidrig gewesen, und reichten Strafanzeigen ein. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Nürnberger Zoo nach dem deutschen Tierschutzgesetz einen "berechtigten Grund" hatte. Der Nürnberger Zoo betont, dass die Keulung nur als letztes Mittel in Betracht komme, und will das Ergebnis des Rechtsverfahrens abwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden. Die Geburt des Pavianbabys am 30. November 2022 fällt in eine Phase, in der der Nürnberger Zoo sein Zuchtprogramm fortsetzt. Wildlebende Guinea-Paviane sind in den letzten 30 Jahren um etwa 20 Prozent zurückgegangen, was den Artenschutz dringend notwendig macht. Die Gruppe im Nürnberger Zoo weist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auf, mit älteren, erfahrenen Tieren sowie jüngeren Erwachsenen und Jungtieren.

Der Nürnberger Zoo steht weiterhin unter rechtlicher Beobachtung wegen der Tötungen und muss gleichzeitig mit der öffentlichen Reaktion umgehen. Die Ankunft des Pavianbabys unterstreicht zwar die Bedeutung der Einrichtung für den Artenschutz, doch die Debatten über ihre Methoden halten an. Die Behörden werden nun klären, ob die Entscheidung zur Euthanasie den gesetzlichen Vorgaben entsprochen hat.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones