Neun Kandidat:innen diskutieren über Freisings wirtschaftliche Zukunft und bezahlbaren Wohnraum
Maren WeihmannNeun Kandidat:innen diskutieren über Freisings wirtschaftliche Zukunft und bezahlbaren Wohnraum
Neun Bewerber:innen, die um das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin konkurrieren, trafen sich diese Woche, um über die wirtschaftliche Zukunft der Stadt zu diskutieren. Die Debatte umfasste zentrale Themen wie Wohnraum, Infrastruktur und die Förderung lokaler Unternehmen. Jede Kandidatin und jeder Kandidat skizzierte dabei eigene Schwerpunkte, um das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken.
Verwirrung gab es jedoch bei Verweisen auf ein "Asam-Projekt" in Suchergebnissen. Dabei handelte es sich um historische Altarentwürfe der Brüder Asam in Münchner Kirchen – und nicht, wie fälschlich angenommen, um ein modernes Wirtschaftsprojekt in Freising.
Monika Schwind von der Freisinger Stadtratsmitte (FSM) setzte einen klaren Akzent und betonte, die Kommunalpolitik müsse vor allem den Bürger:innen dienen. Im Mittelpunkt stand das Thema bezahlbarer Wohnraum: Nico Heitz (Grüne) argumentierte, dieser sei entscheidend, um Fachkräfte anzuziehen und die Wirtschaftskraft Freisings zu sichern.
Verkehr und Pendeln entwickelten sich zu einem weiteren Streitpunkt. Daniel Hubensteiner (Freie Wähler) forderte höhere Investitionen in die Infrastruktur, um die Anfahrt für Beschäftigte zu erleichtern. Felix Albrecht (ÖDP/VOLT) ergänzte, ein besserer ÖPNV und digitale Lösungen würden Auszubildenden helfen, zuverlässig zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen. Bei der Unterstützung für Unternehmen gingen die Meinungen auseinander: Nicolas-Pano Graßy (Freising für alle) schlug vor, in Krisenzeiten die Gewerbesteuer zu senken, um kleine und mittlere Betriebe zu entlasten. Peter Warlimont (SPD) plädierte für umfassendere Maßnahmen, um Firmen in der Region zu halten. Jens Barschdorf (FDP) kritisierte unterdessen den aktuellen Stadtrat und warf ihm vor, Fortschritte blockiert zu haben.
Auch Bildung und Innovation spielten eine zentrale Rolle. Birgit Mooser-Niefanger (Für Freising) forderte den Ausbau der Ganztagesbetreuung, um junge Menschen auf den Berufsstart vorzubereiten. Simon Schindlmayr (CSU) betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan, um neue Ideen und Forschung voranzutreiben.
Die Debatte zeigte unterschiedliche Visionen für die Freisinger Wirtschaft – von Steuerentlastungen bis zu Verkehrsprojekten. Während die Kandidat:innen Handlungsbedarf anerkannten, gingen ihre Lösungsansätze weit auseinander. Die oder der künftige Oberbürgermeister:in wird vor entscheidenden Weichenstellungen stehen: beim Wohnungsbau, der Unterstützung von Unternehmen und der Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen wie der Universität.






