09 January 2026, 06:46

Neuer Audi-Prozess: Ex-Vorstände wegen Diesel-Betrugs vor Gericht

Eine Anzeige mit einem Auto und begleitendem Text.

Zweiter Audi-Kriminalprozess im Februar - Neuer Audi-Prozess: Ex-Vorstände wegen Diesel-Betrugs vor Gericht

Im Februar beginnt ein zweiter Strafprozess im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal bei Audi. Vier ehemalige Mitarbeiter, darunter zwei Ex-Vorstände, müssen sich vor dem Landgericht München II verantworten. Die Anklage wirft ihnen schwere Vorwürfe vor – von Betrug bis hin zu unlauterer Werbung.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die Rollen zweier ehemaliger Vorstandsmitglieder sowie dreier weiterer Audi-Mitarbeiter. Unter den Angeklagten befinden sich ein früherer Leiter der Motorenentwicklung, ein Abteilungsleiter für Motorsteuerungssoftware und ein leitender Ingenieur, der an der Abgasnachbehandlung von Dieselmotoren beteiligt war. Allen fünf Beschuldigten wird vorgeworfen, in die Manipulation von Abgassystemen verstrickt gewesen zu sein.

Den Vorsitz im Prozess führt Richter Andreas Bayer. Das Gericht hat bereits 50 Verhandlungstage angesetzt, was auf ein monatelanges Verfahren hindeutet. Die Anklagepunkte umfassen Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und unlautere Werbung. Bereits 2020 war Audi-Mutterkonzern Volkswagen in einem ähnlichen Fall zu einer Strafe von 830 Millionen Euro verurteilt worden, weil er gegen Abgasvorschriften verstoßen hatte. Im nun anstehenden Prozess wird geprüft, ob die Angeklagten Behörden und Kunden wissentlich über die tatsächlichen Emissionswerte der Fahrzeuge getäuscht haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Prozess markiert einen weiteren juristischen Meilenstein in dem langjährigen Dieselskandal. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten empfindliche Strafen. Das Urteil könnte zudem präjudizierende Wirkung auf künftige Verfahren wegen Abgasbetrugs in der Automobilbranche haben.