Nachfolgenot im Mittelstand: Warum 190.000 Unternehmen um ihre Zukunft kämpfen
Christina JunitzNachfolgenot im Mittelstand: Warum 190.000 Unternehmen um ihre Zukunft kämpfen
Deutschland steht vor einer wachsenden Krise: Zehntausende mittelständische Unternehmen finden keine Nachfolger
Bis 2026 benötigen über 190.000 Unternehmen mit mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten eine neue Führung. Ohne Lösungen drohen Arbeitsplatzverluste, regionale Wirtschaftseinbrüche und ein Rückgang der Innovationskraft.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat UnternehmerTUM das Programm „Entrepreneurship through Acquisition“ (ETA) ins Leben gerufen. Es unterstützt Gründer dabei, etablierte Unternehmen zu übernehmen und so deren Zukunft zu sichern – eine Brücke über die Nachfolgelücke.
Die Dimension des Problems ist alarmierend: Bis Ende 2025 wollen in Deutschland 231.000 Betriebe schließen – 67.500 mehr als im Vorjahr. Allein in Bayern sind 36.500 Unternehmen mit 618.000 Arbeitsplätzen gefährdet. Viele Inhaber sind über 60, doch weniger als die Hälfte hat einen Nachfolger gefunden.
ETA bietet einen strukturierten Ansatz: Gründer übernehmen bestehende Unternehmen, entwickeln sie weiter und sichern so deren Fortbestand. Der ETA Hub vernetzt Nachfolgeunternehmen mit Investoren und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Unterstützt wird die Initiative von Partnern wie Novastone Partners, Deutsche Bank Wealth Management und Tengelmann Growth Partners.
Christian Mohr, Chief Customer Officer von UnternehmerTUM, bezeichnet die Nachfolgelücke als „eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft“. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Schließungen regionale Wirtschaftskraft schwächen und die Innovationsfähigkeit des Landes beeinträchtigen.
Das ETA-Programm will durch die Vermittlung von Gründern an übernahmebereite Unternehmen Masseninsolvenzen verhindern. Mit starken Partnern und einer klaren Strategie soll es Arbeitsplätze erhalten und die wirtschaftliche Stabilität sichern. Ob Tausende Betriebe über 2026 hinaus bestehen können, hängt vom Erfolg dieser Initiative ab.






