Münchner Mieter riskieren Kündigung wegen minimaler Mietrückstände und Nebenkosten
Christina JunitzMünchner Mieter riskieren Kündigung wegen minimaler Mietrückstände und Nebenkosten
Mieter in München müssen mit strengeren Kündigungsregeln rechnen, wenn sie mit Miete oder Nebenkosten in Verzug geraten. Schon kleine ausstehende Beträge können zu rechtlichen Schritten führen, wenn sie zu lange unbezahlte bleiben. Seit Beginn der Energiekrise hat sich das Problem weiter verschärft.
In der Stadt kann bereits eine einzige ausstehende Monatsmiete – selbst wenn es nur um wenige Cent geht – für eine Kündigung ausreichen. Gleiches gilt für unbezahlte Nebenkosten, wenn die Schulden über mehrere Monate hinweg nicht beglichen werden. Vermieter dürfen rechtlich vorgehen, sobald Mietrückstände bestehen bleiben.
Besonders betroffen sind Mieter in Münchens älteren, vor dem Krieg errichteten Wohnungen. Die gestiegenen Energiekosten während der Krise brachten viele in Zahlungsschwierigkeiten. Im Gegensatz zu Neubauten fehlt es diesen Wohnungen oft an moderner Dämmung, was die Nebenkosten zusätzlich in die Höhe treibt. Rechtliche Unterstützung für Mieter ist nicht immer leicht zu finden: Eine Suche nach Mietrechtsexperten bei der Kanzlei Klimesch und Kollegen blieb ergebnislos, sodass manche ohne klare Beratung dastehen.
Die Regelungen zwingen Mieter, schnell zu handeln, um Schulden zu begleichen – andernfalls droht der Verlust der Wohnung. Da die Energiepreise weiterhin hoch bleiben, könnte die Zahl der von Kündigungen bedrohten Haushalte steigen, falls sich die Rückstände häufen. Vermieter hingegen behalten weiterhin starke rechtliche Mittel, um die Zahlung durchzusetzen.






