01 January 2026, 04:53

Münchner Hauptbahnhof wird zum Vorbild für bundesweite Videoüberwachung an Bahnhöfen

Graffiti-bedeckter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Polizeiaktion an Bahnhöfen - Dobrindt lobt Videoüberwachung - Münchner Hauptbahnhof wird zum Vorbild für bundesweite Videoüberwachung an Bahnhöfen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Videoüberwachung am Münchner Hauptbahnhof als bundesweites Vorbild gelobt. Sein Besuch erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundespolizei an diesem Wochenende an 40 großen Bahnhöfen in ganz Deutschland ihre Einsätze verstärkt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Gewaltkriminalität einzudämmen und die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen.

Erst im Oktober fand eine groß angelegte Aktion statt, bei der Beamte über 11.000 Personen kontrollierten. Dabei wurden mehr als 230 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Dobrindt betonte den Erfolg solcher Maßnahmen bei der Bekämpfung von Kriminalität und der Abschreckung von Tätern.

Die Videoüberwachung am Münchner Hauptbahnhof hat in den letzten Jahren bereits zu einer Verdreifachung der identifizierten Tatverdächtigen geführt. Das von der Bundespolizei betriebene System nutzt Kameras, die von der Deutschen Bahn installiert wurden – das Eisenbahnunternehmen selbst zeichnet jedoch keine Aufnahmen auf. Nun gibt es Pläne, die Überwachung weiter auszubauen. Von Freitag, 15:00 Uhr, bis Sonntag, 3:00 Uhr, gilt an vier bayerischen Bahnhöfen – München, Nürnberg, Regensburg und Aschaffenburg – ein vorübergehendes Verbot gefährlicher Gegenstände. Dazu zählen Werkzeuge, Schusswaffen, Messer und Pyrotechnik. Die Bundespolizei wird in diesem Zeitraum mit verstärkter Präsenz die Einhaltung der Regelungen überwachen.

Dobrindt forderte zudem eine bundesweite Ausstattung der Bundespolizisten mit Elektroschockgeräten. Er unterstrich die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Finanzierung, um sicherzustellen, dass die Beamten über die richtige Ausrüstung verfügen. Ziel sei es, die Kriminalprävention zu stärken und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit im Schienenverkehr zu festigen.

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Die verstärkten Kontrollen werden das gesamte Wochenende über an wichtigen Knotenpunkten fortgesetzt. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahmen helfen, gewalttätige Vorfälle zu verhindern und Tatverdächtige effektiver zu identifizieren. Die Bundespolizei bekräftigte ihr Engagement, die Sicherheit im deutschen Schienennetz zu gewährleisten.