13 February 2026, 01:09

Münchner Autoangriff 2025: 44 Tote, doch die Politik bleibt stumm

Ein Plakat für Harpers Februar-Event, das eine Gruppe von Menschen zeigt, die auf Stühlen sitzen und Bücher halten, mit beschreibendem Text.

Was passierte am 13. Februar? - Münchner Autoangriff 2025: 44 Tote, doch die Politik bleibt stumm

Eine Reihe prägender Ereignisse in Politik, Kultur und Tragödien markierten die letzten Jahrzehnte der jüngeren Geschichte. Von Unternehmensübernahmen bis zu gewalttätigen Anschlägen – diese Momente hinterließen nachhaltige Spuren in ihren jeweiligen Bereichen. Einer der jüngsten Vorfälle, ein tödlicher Angriff in München, rückte laufende Gerichtsverfahren in den Fokus, ohne jedoch weiterreichende politische Konsequenzen auszulösen.

1981 erwarb der Medienmogul Rupert Murdoch die Times und prägte damit den britischen Journalismus neu. Fünf Jahre später genehmigte das deutsche Bundeskartellamt den Kauf von AEG durch Daimler-Benz – ein Schritt, der die industrielle Landschaft des Landes veränderte.

Die 1990er Jahre brachten kulturelle Umbrüche mit sich. 1996 kündigte die britische Popgruppe Take That ihre Trennung an und löste damit unter Fans weltweite Bestürzung aus. Unterdessen prägten die deutsche Schriftstellerin Katja Lange-Müller (geb. 1951) und der Maler Sigmar Polke (geb. 1941) weiterhin die Kunstszene.

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Im Jahr 2001 verlor Deutschland mit Manuela eine Schlager-Ikone, während im selben Jahr die spätere Beachvolleyball-Star Svenja Müller geboren wurde. Die kanadische Sängerin Leslie Feist, 1976 geboren, stieg später in den 2000er Jahren zu internationalem Ruhm auf.

Jahrzehnte später blieben die politischen Spannungen hoch. 2021 sprach der US-Senat Donald Trump in seinem zweiten Amtsenthebungsverfahren frei und schloss den Fall ohne weitere Maßnahmen ab.

Dann, am 13. Februar 2025, verletzte ein Autoangriff auf eine ver.di-Demonstration in München 44 Menschen tödlich und verletzte zwei weitere – eine Mutter und ihr Kleinkind. Der Tatverdächtige, der afghanische Staatsbürger Farhad N., handelte aus islamistischem Extremismus. Obwohl sein Asylantrag abgelehnt worden war, hielt er sich mit einer Duldung in Deutschland auf. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht München läuft noch, doch bisher wurden keine Änderungen in der Sicherheits- oder Flüchtlingspolitik bekannt.

Der Münchner Anschlag bleibt Gegenstand juristischer Prüfung, ohne dass sich daraus bisher weiterreichende Konsequenzen für das deutsche Recht oder die Integration von Geflüchteten ergeben hätten. Gleichzeitig wirken frühere Ereignisse – von Unternehmensfusionen bis zu Popkultur-Trennungen – bis heute in ihren Bereichen nach. Jeder dieser Fälle zeigt, wie Entscheidungen in Wirtschaft, Politik oder Gewalt das öffentliche Leben über Jahre hinweg prägen.