29 January 2026, 19:40

Münchens S-Bahn testet revolutionäres Rangieren per Fernsteuerung – ohne Lokführer

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnschiene, umgeben von Text, der einen Überblick über das Eisenbahnsystem gibt.

Pilotprojekt: Münchner S-Bahn steuert Züge ferngesteuert - Münchens S-Bahn testet revolutionäres Rangieren per Fernsteuerung – ohne Lokführer

Münchens S-Bahn testet ferngesteuertes Rangieren ohne Triebwagenführer

Das Münchner S-Bahn-Netz erprobt ein neues System, mit dem Züge ohne Personal im Führerstand bewegt werden können. Die Technologie ermöglicht das Rangieren per Fernsteuerung – ein Novum für Deutschland. Nach Angaben der Verantwortlichen könnte dies Kosten sparen und den Betrieb für Mitarbeiter wie Fahrgäste effizienter gestalten.

Mithilfe der neuen Lösung können Mitarbeiter Züge von einer Leitstelle aus steuern, und zwar über ein Tablet oder eine abgesicherte 5G-Verbindung. Tätigkeiten wie das Öffnen der Türen, das Geben von Signalen oder das Umsetzen von Waggons lassen sich so aus der Ferne erledigen. Ziel ist es, Züge schneller zu warten, zu reinigen und wieder einsatzbereit zu machen – was letztlich die Verfügbarkeit für die Fahrgäste erhöht.

Falls der Versuch erfolgreich verläuft, könnte München bis 2028 bis zu 100 seiner knapp 300 S-Bahn-Züge auf das ferngesteuerte Rangieren umstellen. Zudem ließe sich das System möglicherweise an andere Zugmodelle anpassen und auf weitere S-Bahn-Netze in ganz Deutschland ausweiten. Noch ausstehend ist jedoch die offizielle Zulassung der Technologie.

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Für eine bundesweite Einführung wären rund 25 Millionen Euro an Landesmitteln nötig. Der Regionalverkehrsdirektor der Deutschen Bahn betont, dass diese Anschubfinanzierung entscheidend für eine flächendeckende Umsetzung sei.

Das Projekt könnte die Abläufe hinter den Kulissen revolutionieren: Kürzere Standzeiten und geringere Kosten wären die Folge, sofern sich die Münchner Tests bewähren. Noch befindet sich das System allerdings in der frühen Phase – Zulassung und Finanzierung müssen erst gesichert werden, bevor eine breitere Nutzung möglich ist.