05 February 2026, 13:01

Münchens Mega-Projekt: Zweite S-Bahn-Stammstrecke revolutioniert den Verkehr bis 2037

Detailierter Routenplan der Münchner U-Bahn auf einer Glaswand dargestellt.

Bahn errichtet Zwischengebäude am Münchner Hauptbahnhof - Münchens Mega-Projekt: Zweite S-Bahn-Stammstrecke revolutioniert den Verkehr bis 2037

München bereitet sich auf eines der größten Verkehrsprojekte Deutschlands vor: eine zweite S-Bahn-Stammstrecke. Das Vorhaben soll Staus verringern, indem neue Tunnel und tief unter der Erde gelegene Stationen gebaut werden. Die Arbeiten laufen bereits – 2024 stehen dem Münchner Hauptbahnhof umfangreiche Veränderungen bevor.

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Ein erster großer Meilenstein des Projekts steht im September an, wenn eine riesige Tunnelbohrmaschine ihre Arbeit aufnimmt. Ihre erste Aufgabe ist ein Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof. Parallel dazu beginnt im März 2024 der Bau eines fünfstöckigen Provisoriums am Hauptbahnhof. Die 20 Millionen Euro teure Zwischenlösung wird bis Mitte 2027 zentrale Dienstleistungen übernehmen – darunter das Reisezentrum, Schließfächer und das Fundbüro.

Auch die bestehende Baugrube am westlichen Ausgang des Bahnhofs wird erweitert, um die Fundamente für die künftige U9-U-Bahn-Linie zu legen. In der Nähe wird der nördliche Flügel des Starnberger Flügelbahnhofs abgerissen. Unter der Erde entstehen mit dem Münchner Hauptbahnhof und Marienhof die tiefsten Stationen Deutschlands, die mehr als 40 Meter unter der Oberfläche liegen werden.

Die neue S-Bahn-Plattform am Münchner Hauptbahnhof tritt 2023 in eine sechs- bis siebenjährige Bauphase ein, die bis 2030 dauert. Die Fundamentarbeiten sollen bis 2025 abgeschlossen sein, die Plattformkonstruktion bis 2027. Der Vollbetrieb startet voraussichtlich 2030, doch das gesamte Projekt – mittlerweile mit Kosten von 11 Milliarden Euro veranschlagt – wird frühestens 2037 fertiggestellt sein.

Nach der Fertigstellung wird die zweite S-Bahn-Stammstrecke den Schienenverkehr in München entzerren und Engpässe in der Innenstadt verringern. Das Provisorium wird Passagiere ein Jahrzehnt lang bedienen, während der Bahnhof umgestaltet wird. Das Ausmaß und die Tiefe des Projekts werden das Münchner Verkehrsnetz für die kommenden Jahre grundlegend verändern.