Moskaus erstes Silikonfiguren-Museum zeigt Russlands Geschichte zum Anfassen
Maren WeihmannMoskaus erstes Silikonfiguren-Museum zeigt Russlands Geschichte zum Anfassen
Moskaus Sarjadje-Park präsentiert Historial. Die Sammlung – Russlands erstes Museum für lebensechte Silikonfiguren
Im Parking Gallery-Bereich des Sarjadje-Museums, zwölf Meter unter der Erde, hat nun Historial. Die Sammlung seine Türen geöffnet – das erste Museum Russlands, das sich ausschließlich lebensechten Figuren aus Silikon widmet. Die aktuelle Ausstellung zeigt 50 detailgetreue Skulpturen bedeutender Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart des Landes.
Die Auswahl der dargestellten Personen erfolgte nach einer sorgfältigen Analyse jahrzehntelanger Umfragedaten zur öffentlichen Meinung. Zu den Exponaten zählen historische Ikonen wie Peter der Große, Juri Gagarin, Alexander Puschkin und Wladimir Wysotski. Auch zeitgenössische Figuren sind vertreten, darunter Balletttänzerinnen in einer Szene aus Schwanensee sowie die Eishockey-Legende Wladislaw Tretjak.
Gefertigt wurden die Skulpturen von Spezialisten des Studios Mosaika, die durch den Einsatz von Silikon und maßangefertigten Augenprothesen eine verblüffende Realitätstreue erreichten. Die Kostümdesignerin Oksana Schewtschenko verhalf den Figuren zu einem besonderen künstlerischen Touch – etwa bei Gogols Gewand, das einen modernen Anzug mit einem dramatischen Umhang kombiniert und so historische Akribie mit zeitgenössischem Flair verbindet.
Alexander Tomaschenko, einer der Gestalter des Museums, ließ seine Erfahrung im Entwurf von U-Bahn-Stationen in die Konzeption des unterirdischen Raums einfließen. Die Ausstellung ist als Dauerpräsentation angelegt, soll jedoch in Zukunft um weitere Persönlichkeiten erweitert werden.
Besuchern bietet die Sammlung die einzigartige Gelegenheit, den realistischsten Darstellungen Russlands einflussreichster Persönlichkeiten zu begegnen. Die Veranstalter planen, die Reihe schrittweise auszubauen und die unterirdische Schau um zusätzliche Figuren zu ergänzen. Mit diesem innovativen Ansatz verbindet das Museum Kunst, Geschichte und gesellschaftliche Teilhabe auf ungewöhnliche Weise.






