Mitteldeutschland-Bahn: Baustart verzögert sich bis 2028 – und kostet Millionen
Christoph Koch IIMitteldeutschland-Bahn: Baustart verzögert sich bis 2028 – und kostet Millionen
Baupläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden massive Verzögerung
Die Pläne für den Bau der Mitteldeutschland-Bahnverbindung sind deutlich ins Stocken geraten. Das Vorhaben, das Fernzüge von Sachsen in den Westen Deutschlands beschleunigen soll, hätte eigentlich bereits in diesem Jahr starten sollen. Nun wird der Baubeginn frühestens 2028 erwartet.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen setzt sich seit Langem vehement für den Ausbau der Strecke ein. Sie bezeichnet die Verbindung als eine der wichtigsten Verkehrsadern der Region. Die Linie soll Chemnitz und Dresden mit Erfurt verbinden und von dort weiter in den Rhein-Main-Raum sowie ins Ruhrgebiet führen – mit deutlich kürzeren Reisezeiten.
Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung des Abschnitts Weimar–Jena–Gera–Gößnitz. Zudem fordert er den teilweisen zweigleisigen Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen. Doch das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für die Arbeiten bereitstehen.
Da für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 noch rund 2 Milliarden Euro fehlen, wird allein für die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz ein Bedarf von geschätzten 544 Millionen Euro veranschlagt. Die ursprünglich früher geplante Voll-Elektrifizierung verzögert sich nun bis 2032.
Die BSW fordert weiterhin mehr Bundesgelder, um das Projekt voranzubringen. Ohne zusätzliche Finanzierung bleibt die Mitteldeutschland-Verbindung jedoch noch Jahre unvollendet – und schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland weiter in der Warteschleife.






