Milliardengeschäft mit fragwürdigen Abfall-Lieferungen über die deutsch-tschechische Grenze
Maren WeihmannMilliardengeschäft mit fragwürdigen Abfall-Lieferungen über die deutsch-tschechische Grenze
Ein tschechischer Händler namens Petr D. steht im Verdacht, Abfall, darunter Gipsabfälle, an Käufer in ganz Mitteleuropa zu verkaufen. Sein Geschäft stützt sich auf ein Netzwerk aus Lieferanten und Transportpartnern, darunter ein wichtiger Kontakt in Bayern. Der Handel wirft Fragen zu den Abfallentsorgungspraktiken zwischen Deutschland und Tschechien auf.
Ein Großteil des Abfalls, den Petr D. vertreibt, stammt laut Angaben von einem Unternehmen, das nur als Firma M bekannt ist. Zwar gibt es keine offiziellen Unterlagen, die eine Beteiligung von M an illegaler Abfallentsorgung belegen, doch wird das Material mit Unterstützung eines bayerischen Partners über die deutsch-tschechische Grenze gebracht. Diese grenzüberschreitende Kooperation ermöglicht es, den Abfall an potenzielle Käufer in verschiedenen Märkten zu liefern.
Die EU-Kommission schätzt, dass illegale Abfallentsorgung in Europa jährlich Gewinne von bis zu 15 Milliarden Euro einbringt. Abfall, darunter Gipsabfälle, die oft als Baumaterial klassifiziert werden, sind Teil dieser Schattenwirtschaft. Bisher haben die Behörden weder Petr D. noch die Firma M öffentlich mit nachgewiesenen illegalen Machenschaften in diesem Sektor in Verbindung gebracht.
Der grenzüberschreitende Transport von Abfall offenbart Lücken in der behördlichen Aufsicht. Das Netzwerk von Petr D. – einschließlich seines bayerischen Transportpartners – agiert weiterhin in einem Milliardengeschäft. Bisher liegen keine offiziellen Erkenntnisse vor, die seinen Hauptlieferanten mit illegalen Abfallentsorgungsstrukturen in Verbindung bringen.






