Michaelskirche in Lochham kämpft um ihre Zukunft als evangelisches Zentrum
Christoph Koch IIMichaelskirche in Lochham kämpft um ihre Zukunft als evangelisches Zentrum
Die Michaelskirche in Lochham bleibt trotz umfangreicher Verkleinerung evangelisch-lutheranischer Immobilien erhalten. Doch die Zukunft des 75 Jahre alten Gotteshauses ist ungewiss, da die Gemeinde mit sinkenden Mitgliederzahlen und steigenden Kosten zu kämpfen hat. Pläne für eine Umnutzung des Geländes mit Wohnungen und Pflegeeinrichtungen sind wegen der anhaltenden Baukrise vorerst vom Tisch.
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gräfelfing prüft derzeit ihren Immobilienbestand – und die Michaelskirche steht im Mittelpunkt der Diskussionen. Viele Gemeinden stehen unter Druck, Ausgaben zu kürzen, da immer weniger Mitglieder die Unterhaltskosten tragen. Das Pfarrhaus wurde bereits umgenutzt und an den Landkreis vermietet, um dort Geflüchtete unterzubringen.
Um das Gebäude langfristig zu sichern, setzt die Gemeinde auf Veränderungen: Über 40.000 Euro fließen in eine neue Beleuchtung, die es ermöglicht, den Altarbereich bei nicht-kirchlichen Veranstaltungen abzutrennen. Langfristig könnten die fest installierten Kirchenbänke durch flexible Bestuhlung ersetzt werden, um die Räumlichkeiten vielseitiger nutzbar zu machen. Ziel ist es, aus der Kirche einen funktionalen Gemeinschaftsraum zu machen.
Doch nicht alle Mitglieder begrüßen den Wandel. Eine Umwidmung der Michaelskirche könnte andere Gemeindegebäude überflüssig machen – was bei manchen auf Skepsis stößt. Dekan Markus Ambrosy wird im Juli an einem Treffen in Gräfelfing teilnehmen, um mit der Gemeinde das weitere Vorgehen zu beraten.
Das Überleben der Kirche hängt nun von ihrer Anpassungsfähigkeit ab. Moderne Beleuchtung und flexible Raumkonzepte sollen helfen, sie für ein breiteres Publikum nutzbar zu machen. Vorerst ruhen die Umbaubestrebungen – die Gemeinde muss abwägen zwischen Tradition und notwendigem Wandel.






