03 April 2026, 00:52

Merz attackiert US-Führung auf Münchner Sicherheitskonferenz und fordert Europas Eigenständigkeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht mit Reportern vor dem Kanzleramt in Berlin, umgeben von Menschen mit Mikrofonen, mit Gebäuden im Hintergrund.

Friedrich Merz: Pressestimmen zu Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz - Merz attackiert US-Führung auf Münchner Sicherheitskonferenz und fordert Europas Eigenständigkeit

Friedrich Merz hat auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz scharfe Kritik an den USA geübt. In seiner Rede betonte er die wachsende Kluft zwischen Washington und Europa und forderte eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Politik. Internationale Medien werteten seine Ansprache als Wendepunkt in den transatlantischen Beziehungen.

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Vor den versammelten Weltpolitikern erklärte Merz, der Führungsanspruch der USA werde heute offen infrage gestellt. Er argumentierte, die alte internationale Ordnung sei möglicherweise zusammengebrochen und lasse die USA nicht mehr allein handeln. Wie Politico und The Guardian berichteten, fiel sein Urteil hart aus: Washington habe gemeinsame Werte aufgegeben, und Europa könne sich nicht länger auf seinen Schutz verlassen.

Gleichzeitig richtete Merz seine Kritik gegen Europa. Er warf dem Kontinent vor, es versäumt zu haben, die eigene Verteidigung und wirtschaftliche Unabhängigkeit von den USA zu sichern. Laut L'Opinion bot er Washington eine bedingte Partnerschaft an – eine, die auf gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit beruhen müsse. The New York Times deutete seine Äußerungen als direkte Herausforderung für beide Seiten des Atlantiks.

Die Rede fiel in eine Phase stark verschlechterter deutsch-amerikanischer Beziehungen. Seit der letzten Münchner Konferenz haben sich die Spannungen unter der Präsidentschaft Donald Trumps dramatisch verschärft. Eine Umfrage der Körber-Stiftung ergab, dass 73 Prozent der Deutschen die Beziehungen zu den USA mittlerweile negativ bewerten – ein drastischer Rückgang gegenüber den 74 Prozent Zustimmung unter Biden. Trumps Politik, geprägt von Zöllen, NATO-Drohungen und "America First"-Rhetorik, hat die Konflikte weiter angeheizt. Am 13. Februar 2026 traf Merz den US-Außenminister Marco Rubio, um über einen möglichen Neuanfang zu sprechen.

Deutsche Medien wie die Neue Zürcher Zeitung berichteten, Merz' Worte deuteten auf einen Politikwechsel hin: Berlin setze nun auf Realpolitik und strategische Autonomie. Unterdessen warfen US-Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez Trump vor, auf der Konferenz die Demokratie zu untergraben. Europäische Kommentatoren beschreiben die USA inzwischen eher als Gegner denn als Verbündeten.

Merz' Rede hat der Münchner Sicherheitskonferenz eine konfrontative Note verliehen. Sein Appell an Europa, sich selbstbewusster zu positionieren, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen in die US-Führung einen Tiefstand erreicht hat. Angesichts der belasteten transatlantischen Beziehungen markiert die Ansprache einen klaren Impuls für Deutschland – und Europa –, ihre globale Rolle neu zu definieren.

AKTUALISIERUNG

Merz's Speech Sparks European Policy Shifts

New developments show Merz's Munich Security Conference remarks have triggered concrete policy shifts. Friedrich Merz warnt Europa reports:

  • Since February 13-14, 2026, Europeans have recalibrated their stance toward Trump's policies.
  • 'We must expand our defense industry, invest in new technologies, and make faster decisions' – Merz's post-speech agenda now includes concrete financial commitments.
  • Pressure on Merz has intensified as European nations reassess transatlantic strategies.