Meilenstein für den Nahverkehr in der Region Landshut
Landshut tritt zum 1. Januar 2026 dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) bei
Mit dem Wechsel ergeben sich angepasste Buslinien, neue Ticketoptionen und erweiterte Fahrgastrechte für Einwohner und Studierende. Ziel der Integration ist es, den öffentlichen Nahverkehr in der Region zugänglicher und bezahlbarer zu gestalten.
Ab 2026 gilt für die Busverbindungen in Landshut und Umgebung ein neues Nummernsystem: Stadtlinien beginnen mit der Ziffer „60“, Schul- und Pendlerverbindungen tragen das Kürzel „E“. Expressbusse sind mit den Nummern 615 bis 619 gekennzeichnet. Auch die Regionallinien wurden neu geordnet: Östliche Landkreise nutzen die Nummern 530–539, südliche 540–549, nördliche 591–599 und westliche 670–679.
Die klassischen Ticketarten bleiben erhalten, die Preise wurden jedoch angepasst. Eine Einzelfahrt kostet künftig 2,10 Euro, für Streckenkarten wird pro Fahrt nur noch ein 1,87-Euro-Streifen benötigt. Tageskarten für das gesamte MVV-Netz schlagen mit 30,20 Euro für Einzelpersonen und 40,40 Euro für Gruppen von zwei bis fünf Personen zu Buche – Kinder zählen dabei als halber Fahrpreis.
Auch digital wird das Angebot ausgebaut: Über die MVV-App können Fahrgäste per „Swipe“-Funktion ein- und auschecken – das System wählt automatisch den günstigsten Tarif basierend auf der Nutzung. Allerdings bleibt die manuelle Entwertung von Papiertickets vorerst an ausgewählten Haltestellen wie dem Landshuter Hauptbahnhof erforderlich, da MVV-Entwerter nicht sofort flächendeckend installiert werden.
Schüler mit Anspruch auf kostenlosen Schülertransport erhalten ab dem 1. Januar 2026 ein 365-Euro-Ticket unentgeltlich über ihre Schulen. Dieses berechtigt ganzjährig zur Nutzung des gesamten MVV-Netzes. Inhaber eines bestehenden Deutschland-Tickets können ihre Karte weiterhin ohne Einschränkungen in allen MVV-Verkehrsmitteln nutzen.
Die Eingliederung in den MVV bringt klarere Liniennummern, flexible digitale Ticketlösungen und kostenlosen Nahverkehr für berechtigte Schüler mit sich. Zudem profitieren Einwohner von einheitlichen Tarifen und einem erweiterten Netz ab dem kommenden Jahr. Die Änderungen sollen den öffentlichen Verkehr vereinfachen und die Kosten für Vielfahrer kalkulierbar halten.






