Mecklenburg-Vorpommern droht der Verlust von 160 Millionen Euro Agrarsubventionen
Christina JunitzBackhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern droht der Verlust von 160 Millionen Euro Agrarsubventionen
Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor massiven finanziellen Risiken, da Kürzungen der EU-Fördergelder drohen. Sollten die geplanten Änderungen umgesetzt werden, könnte das Bundesland jährlich mehr als 160 Millionen Euro an Agrarsubventionen verlieren. Agrarminister Till Backhaus warnte vor schweren Folgen für über 1.000 lokale Betriebe.
Die geplanten Kürzungen ergeben sich aus neuen EU-Obergrenzen und gestaffelten Zahlungen für größere Landwirtschaftsbetriebe. Diese Einschnitte würden der deutschen Landwirtschaft hunderte Millionen Euro entziehen – besonders hart träfe es kleinere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern. Backhaus betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) weiterhin entscheidend für die ländliche Entwicklung und Stabilität sei.
Zudem hat die Rechtsunsicherheit zugenommen, nachdem jüngste Gerichtsurteile zu nitratbelasteten Gebieten ergangen sind. Landwirte kämpfen nun mit unklaren Düngeverordnungen, was ihre finanzielle Belastung weiter verschärft. Backhaus wird gemeinsam mit Vertretern Brandenburgs auf der anstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) für klarere und praxistauglichere Regelungen eintreten.
Unterdessen diskutieren andere Bundesländer wie Hessen und Niedersachsen über eigenständige GAP-Reformen. Im Fokus stehen dabei Bürokratieabbau, die Vereinfachung der GAP-Vorschriften und die Stärkung ökologischer Anreize. Hessen fordert Anpassungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) sowie rückwirkende Vereinfachungen ab Januar 2026. Die genaue Position Mecklenburg-Vorpommerns zu diesen weitergehenden Reformen bleibt jedoch unklar.
Die geplanten EU-Kürzungen würden direkt über 1.000 Betriebe in der Region treffen. Backhaus drängt auf schnelle Lösungen bei den Düngegesetzen, um den Landwirten dringend benötigte Planungssicherheit zu geben. Ohne Änderungen könnte der Agrarsektor des Landes mit langfristigen finanziellen und betrieblichen Herausforderungen konfrontiert sein.






